Reutlingen Burning Eagle Festival am Listhof

Reutlingen / OTTO PAUL BURKHARDT 27.07.2016
Reutlingen gilt langsam was in der Pop-Szene. Das Burning Eagle Festival – 29./30. Juli am Listhof – wird sogar vom Fachmagazin „Rolling Stone“ empfohlen.

Es gilt als „eines der angenehmsten hiesigen Festivals“. Beim Burning Eagle geht es ruhiger, intensiver zu. Rund 700 Besucher passen auf das Areal am Umweltbildungszentrum Listhof. Und so ist der Zuschnitt dieses Musiktreffens klar: kleiner, feiner, auch leise und außergewöhnliche Töne sind erlaubt. 2006 indoor gegründet und bald beliebt, ging das Festival 2013 nach draußen. Motto: gute Musik und Lebensqualität. Die „Philosophie“ des Burning Eagle beschreibt das Festival als „ein einzigartiges Sinneserlebnis inmitten der reichhaltigen Naturlandschaft“ am Listhof.

Zwei Tage dauert das Indie-Pop-Treffen, 16 Bands sind auf zwei Bühnen angesagt. Das Areal öffnet am Freitag um 15 Uhr, am Samstag um 13 Uhr. Auch kulinarisch ist viel geboten – mit regionalen Partnern, die sich dem Bio- oder Faitrade-Gedanken verpflichtet fühlen.

Im Zentrum steht die Musik: Die beiden Macher Dennis Adler und Henrik Junger haben auch fürs kommende Wochenende wieder eine Mischung aus bekannteren Acts und Newcomern zusammengestellt. Greifen wir gleich eine der stärksten, renommiertesten Bands im Programm heraus: Black Oak zum Beispiel verströmt ein Indie-Folk-Appeal, das an den Sound der Supergroup Crosby, Stills, Nash & Young erinnert. Ebenfalls schon etabliert sind Publikumslieblinge wie Dan Mangan und Trümmer. Eher zu den Neuentdeckungen – und das macht den Geheimtipp-Charme von Burning Eagle aus – gehört das isländische Duo Vil, das für „traumwandlerischen Piano-Pop“ steht. „Bärtigen Folk-Pop“ wiederum bringt William The Conqueror mit ins Spiel.

Faber aus Zürich, auch so ein Spezialtipp in Szene-Kreisen, erweitert das Spektrum der Stile um eine ureigene Mischung aus Chanson und Punk. Und Der Ringer aus Hamburg bringt getragene Klänge ins Festival mit ein – sein neues Album heißt denn auch „Glücklich“. Nicht nur für Insider empfehlenswert dürfte auch lilly among clouds sein, ein Cello-Tasten-Gesang-Duo, das irgendwo zwischen Alanis Morissette, Norah Jones und Tori Amos eine interessante Nische gefunden hat.

Das weitere Spektrum der Bands und Solisten sei hier zumindest noch namentlich aufgezählt: Garda, Aidan Knight, Morphil, l’Aupaire, We Are The City, Leon Francis Farrow, Martin Kohlstedt und Frère.

Burning Eagle Festival Freitag, 29. Juli,Einlass 15 Uhr, Samstag, 30. Juli, Einlass 13 Uhr. Zeitplan auf www.burningeaglefestival.com.