"Ziel ist es, die Bürger frühzeitig und möglichst umfassend über die zu thematisierenden Entscheidungen im Gemeinderat zu informieren": So stand's in der Verwaltungsvorlage - und so erklärte es Martin Schindler, bei der Stadt für die EDV zuständig, auch den Räten. Die gaben denn auch ohne Gegenstimmen grünes Licht für die "elektronisch gestützte Ratsinformation", dank der die Bürger via städtischer Homepage etwa ab der Jahresmitte alle öffentlichen Sitzungsunterlagen einsehen können. Aber auch die Stadträte selbst sollen vom neuen System profitieren - in einem geschützten Bereich, auf den eben nur die Mitglieder des Gemeinderates Zugriff haben, werden künftig auch die nicht-öffentlichen Unterlagen zu finden sein. Weshalb die Drucksachen schon bald nicht mehr postalisch zugesandt werden müssen. Und womit, so argumentiert die Verwaltung, "eine Ablaufoptimierung und eine Kosteneinsparung" einhergehen. Damit jeder Stadtrat sich seine Unterlagen trotzdem zu Hause ausdrucken kann, gibt's pro Person einen Zuschuss von jährlich 175 Euro.

Letzterer Vorschlag indes rief Stephan Wörner (UWV) auf den Plan. "Da sind wir keinen Schritt weiter, wenn jeder seine Sachen daheim ausdruckt", findet er in Bezug auf Ökonomie und wohl auch Ökologie. Wörners Antrag, doch gleich jeden Stadtrat mit einem Tablet auszustatten, damit die lästige Druckerei wegfallen kann, wurde indes von seinen Ratskollegen abgelehnt.

Zugestimmt hat der Gemeinderat allerdings auch der Optimierung des Internetauftritts, der vor sieben Jahren zum letzten Mal überarbeitet wurde. Die Firma "hitcom", die auch bisher schon die Pfullinger Homepage betreut hat, soll sich darum kümmern.