Reutlingen Brauchbares in Hülle und Fülle

Warentauschtag: Laut Veranstalter verlief alles gesittet und diszipliniert. Foto: Dietmar Czapalla
Warentauschtag: Laut Veranstalter verlief alles gesittet und diszipliniert. Foto: Dietmar Czapalla
Reutlingen / DIETMAR CZAPALLA 27.03.2012
Der Warentauschtag von BUND und Technischen Betriebsdiensten war auch bei seiner 41. Auflage ein voller Erfolg. Mehr als 1700 Interessierte wurden am Samstag neue Besitzer von ausgedienten Gegenständen.

Am Samstag um 10 Uhr stauten sich neben dem Betriebshof zunächst 80 Autos von Anlieferern, die all das loswerden wollten, was ihrer Meinung nach "zum Wegwerfen zu schade ist und andere vielleicht noch gebrauchen können". Vor der Annahme wurde durch BUND-Mitglieder notwendigerweise kontrolliert, zudem hatten die Lieferanten ihre Mitbringsel eigenhändig auszupacken und in nach Warengruppen aufgeteilte Kisten zu sortieren. Ausgeschlossen waren insbesondere "Müll und Sondermüll, defekte Geräte, lebende Tiere und Kriegsspielzeug, Teppiche und Bettzeug, Ekelerregendes und Gegenstände, die eine Person nicht tragen kann", so der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

So hielt sich die Warteschlange lange Zeit und wurde erst gegen 12 Uhr kürzer. Ab 14 Uhr konnte dann noch weitere eineinhalb Stunden lang angeliefert werden. Wolfgang Maier, seit 18 Jahren gewohnt souveräner Organisator des Tauschtages bei den TBR, passte zusammen mit dem stellvertretenden TBR-Betriebsleiter Matthias Kuster auf, dass diese Vorgaben auch eingehalten wurden. "Alles verlief sehr gesittet und diszipliniert, ganz wenig Müll, fast nichts abzuweisen", lobte auch der BUND-Vorsitzende Rainer Blum die "Lieferanten". Bis um 14 Uhr hatten 51 unermüdliche Helfer - darunter 15 Kinder und Jugendliche - des BUND gut erhaltene Gegenstände wie auffallend viele Bücher, Küchengeschirr, Spielsachen, Sport- und Freizeitartikel, Werkzeug, Gartengeräte, Kleidung und vieles mehr auf letztlich proppevolle 130 Tische verfrachtet. Als die Tore geöffnet wurden stürmten etwa 500 wartende Schnäppchenjäger in die Halle und deckten sich mit all dem ein, was die einen loswerden wollten, sie aber noch gut gebrauchen konnten. "Schon um 4 Uhr waren die Tische fast leer", resümierte Rainer Blum. In den Ecken und auch außerhalb der Halle horteten manche haufenweise, andere schleppten ihre Fundstücke freudestrahlend nach draußen.

Brauchbare Fundstücke gab es für die Suchenden in Hülle und Fülle. Dabei zählten neben Textilien, Freizeitartikel, Haushaltsgeräte und Kinderspielzeug zu den begehrtesten Sachen, die heimwärts transportiert wurden. Als um 17 Uhr die Tore geschlossen wurden und nur noch ganz wenig in Richtung Restmüll abgewandert war, gab es allenthalben zufriedene Gesichter: Beim BUND, dessen "ganz schön geschlauchten" Helfer nahezu 500 ehrenamtliche Stunden geleistet hatten, bei den Mitarbeitern der TBR und auch bei den meisten der geschätzten 1700 Besucher der wiederum erfolgreichen, inzwischen 41. Auflage des Warentauchtages. Das Vorhaben des BUND-Kreisverbands ("Lieber verschenken als wegwerfen") war wieder eindrucksvoll in die Tat umgesetzt worden.

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