Pfullingen Blessing-Abbruch im August

Pfullingen / EVELYN RUPPRECHT 16.07.2016
Die alten Firmenbauten werden derzeit schon ausgebeint. Im August will die Schöller & Partner GmbH mit dem Blessing-Abbruch beginnen.

  Der erste Spatenstich zum ersten Bauabschnitt war vor zehn Monaten und die drei Häuser mit den 21 Wohnungen auf dem einstigen Blessing-Parkplatz sind schon beinahe fertig. „Im vierten Quartal 2016 sollen sie bezugsfertig sein“, sagt Andreas Dominguez, Marketingleiter von Schöller & Partner. Wobei die Reutlinger Firmengruppe eigentlich gar nicht mehr im Besitz des ersten Bauabschnitts des  „Kaiserviertels“ ist. Zwei Investoren haben die Gebäude samt den 30 Stellplätzen bereits  gekauft, um sie später zu vermieten. Insofern kann Schöller & Partner schon recht gelassen die zweite Bauphase auf der anderen Seite der Kaiserstraße angehen, für die es, so Jürgen Magnussen, Mitglied der Geschäftsleitung, auch schon Kaufinteressenten gibt. Und zwar nicht nur für einzelne Wohnungen, sondern für ganze Gebäude.

Im Gemeinderat vorgestellt haben Architekt Jörg Seidenspinner und Firmenchef Willi Schöller ihre Pläne bereits im März. Mittlerweile liegt auch die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt vor, womit der Kaufvertrag mit der Blessing GmbH & Co. KG, die noch im Besitz der Firmenbauten war, wirksam geworden ist. Ans Werk gemacht hat sich die Reutlinger Firmengruppe auch schon. Sämtliche alten Bauten – bis auf die in Richtung Norden, in denen momentan noch die Verwaltung der Firma Bosch untergebracht ist – werden jetzt ausgebeint. „Mit dem Abbruch wollen wir im August beginnen“, so Magnussen. Baustart soll dann bereits im September oder Oktober sein. Dass im Boden unterhalb der Firma, in der früher vor allem Briefumschläge produziert wurden, Altlasten zu finden sind, „davon ist nicht auszugehen“, glaubt man bei Schöller & Partner. Schließlich gab es schon Untersuchungen dazu. Und weitere sollen abbruchbegleitend folgen.

Ist die Firma Blessing erstmal verschwunden, sollen auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal vier Häuser mit 51 Tiefgaragenstellplätzen entstehen. Drei der Gebäude werden dreieinhalbgeschossig, eines bekommt fünfeinhalb Etagen. 37 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen werden darin Platz finden, genauso wie ebenerdig sechs Gewerbeeinheiten. An Praxen, Büros und Läden ist gedacht. Unter anderem ist die Reutlinger Firmengruppe deswegen bereits mit einem Dienstleister im Gespräch.

Von 4800 Quadratmetern Nutzfläche spricht Jürgen Magnussen in der zweiten Bauphase, die eine architektonische Einheit mit Abschnitt eins bilden soll. Quartiersbezogene Wege – also keine öffentlichen Durchgänge –, zwei Spielplätze und viel Grün sollen das „Kaiserviertel“ prägen, das aus Sicht von Schöller & Partner durchaus auch dann noch erweiterungsfähig ist, wenn die vier Häuser zur Jahreswende 2017/18 bezugsfertig sind. Denn die Blessing-Bauten, in denen momentan noch Bosch eingemietet ist, hat der Reutlinger Investor schon im Blick. Vertragliche Vorbereitungen für den Erwerb des restlichen Firmengeländes wurden mit Martin Benz von der  Blessing GmbH & Co. KG bereits getroffen.

Der dritte Bauabschnitt hätte dann ein ähnliches Volumen wie der zweite, könnte aber zu einem guten Teil in den Bestandsgebäuden realisiert werden. „Es wäre eine spannende Mischung aus Neubau und Sanierung“, so Magnussen, der betont, wie gut aufgehoben sich Schöller & Partner in Pfullingen fühlt. „Einer Wohlfühlstadt“, wie er den früheren Bürgermeister Rudolf Heß zitiert. Einer Stadt,  in der sich die Reutlinger Firmengruppe offenbar so gut angenommen fühlt, dass sie das nächste Großprojekt schon im Blick hat. „Wir haben uns schon ein weiteres größeres Areal gesichert“, erklärt Magnussen. Mehr dazu will er aber erst im zweiten Halbjahr 2016 verraten.

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