IKK classic Beitrag sinkt ab Mai um 0,2 Prozent

Reutlingen / swp 14.03.2018

Über 320 Vertreter des heimischen Handwerks informierten sich bei insgesamt zehn Jahreswechselseminaren der IKK classic unter anderem in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und im Zollernalbkreis über zahlreiche Gesetzesänderungen und neue Regelungen für die Abrechnung im Lohnbüro.

Regionalgeschäftsführer Herbert Raach, die Bereichsleiterin Vertrieb Andrea Dieth sowie der Leiter Kundenservice Thomas Klein, informierten über die Änderungen, die seit Jahresbeginn zu beachten sind und hatten darüber hinaus erfreuliche Nachrichten zu vermelden.

Nach einem kurzen Abriss der momentanen politischen Situation wurde bekannt gegeben, dass die IKK classic aufgrund der guten Konjunkturlage und eigener Anstrengungen bei den Verwaltungskosten im Jahr 2017 voraussichtlich einen Überschuss von 133 Millionen Euro erwirtschaften konnte. Das Vermögen pro Mitglied liegt derzeit bei 338 Euro – im Vergleich zu 288 Euro im Krankenkassendurchschnitt. Diese Entwicklung erlaube es der IKK classic, ihren Beitragssatz ab Mai 2018 um 0,2 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent zu senken.

Was die IKK classic – wie auch andere Kassen – sehr beeinträchtige, seien die Verwerfungen im Krankenkassen-Risikostrukturausgleich, die derzeit vor allem eine Kassenart begünstigte. Der Verwaltungsrat der IKK classic fordere die Politik deshalb zu einer Reform des Finanzausgleichs auf. Der Wettbewerb zwischen den Kassen muss um eine gute medizinische Versorgung der Versicherten und um einen guten Service gehen, nicht um bestimmte Diagnosen. In Sachen Service wurde eine Neuerung der IKK classic vorgestellt: Über die neue Onlinefiliale gibt es nun eine Videoberatung der medizinischen Hotline IKKmed, die die bisherige telefonische Beratung ergänzt.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz eröffnet gerade kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ohne großen Aufwand und ohne Haftungsrisiko eine Betriebsrente anzubieten. Das Gesetz betrifft rund 72 Prozent der Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten und etwa 47 Prozent der Arbeitnehmer mit einem Einkommen unter 1 500 Euro pro Monat, die bisher keine Anwartschaft auf eine Betriebsrente haben.

Zum Themenkomplex Arbeitsunfähigkeit führten die Referenten aus: Besonders wichtig ist, dass die Versicherten ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb einer Woche der Krankenkasse vorlegen müssten, um ihr Krankengeld zu erhalten. Kommt die Bescheinigung zu spät, erhält der Patient für diese Zeit kein Krankengeld.

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