Pfullingen Beim Objektschutz nachbessern

Das Hochwasser hat Gestrüpp und Unrat an die Zäune im Schlösslespark geschwemmt.
Das Hochwasser hat Gestrüpp und Unrat an die Zäune im Schlösslespark geschwemmt. © Foto: Evelyn Rupprecht
Pfullingen / EVELYN RUPPRECHT 02.07.2016
In der Woche eins nach dem Hochwasser ist das Stadtbauamt noch mit der Schadensaufnahme beschäftigt. Konsequenzen sind indes schon angedacht.

Die ganze Woche schon ist Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle in Pfullingen unterwegs, um die Schäden zu sichten, die das Hochwasser am vergangenen Freittagabend angerichtet hat. Und er ist sich sicher: Bis Mitte oder Ende nächster Woche wird er damit noch beschäftigt sein. Rechtzeitig zur Gemeinderatssitzung am 12. Juli dürfte dann die Liste mit den Gebäuden und Straßen stehen, die die Fluten mal mehr, mal weniger stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Deshalb auch will Oehrle jetzt noch keine Schätzung wagen, welche Schadenssumme letztlich auf die Stadt zukommen könnte. Aber: „Der Kostenrahmen dürfte eher umfangreich sein“.

Ganz oben auf seiner Liste der betroffenen Gebäude stehen, wie bereits berichtet, die Sporthalle am Gymnasium und der Kindergarten Schlosspark, der, so Oehrle, von den Wassermassen, die sich durch die Friedrichstraße gewälzt haben, „geflutet wurde“.  Bei der Sporthalle, deren Boden komplett zerstört wurde, will man sich künftig nicht mehr auf den Abdichtungsschlauch verlassen, der ursprünglich zum Einsatz kommen solllte. Den konnte  die Feuerwehr nämlich am vergangenen Freitag gar nicht erst ausrollen, so schnell war das Wasser am Gymnasium angekommen. Nun will die Stadt an der Sporthalle auf eine dauerhafte bauliche Lösung setzen. „Wir könnten einen Damm ziehen“, erklärt der Stadtbaumeister. Oder man könne wasserdichte Platten an den Fenstern anbringen. In Betracht kommen aber auch beide Sicherungsmaßnahmen gleichzeitig. „Auch wenn das gestalterisch nicht so überzeugend sein wird“, wie Oehrle zugeben muss.

Die Schäden an den Häusern sind das eine Problem – das andere sind die an den Straßen und Wegen. „An  der Auffahrt zum Übersberg sind wir gerade mit einem Geologen unterwegs“, erklärt der Stadtbaumeister. Denn Teile der Straße sind einmal mehr abgerutscht – so wie auch einige Feldwege arg lädiert sind. „Und wir haben auch Ausspülungen am Eier- und am Lindentalbach“.

Dass über das gesamte Sicherungskonzept gegen Hochwasser noch diskutiert werden muss, steht für Oehrle derweil schon fest. „Sobald die Gesamtlage gut eingeschätzt werden kann, gibt es einen Bericht an den Gemeinderat, der die entsprechenden Maßnahmen beschließen und auf den Weg bringen kann“, erklärt auch Bürgermeister Michael Schrenk.  „Wir müssen im Objektschutz sicher an einigen Stellen nachbessern“, sagt er und kündigt an, dass die Gewässerunterhaltung intensiviert werden muss. „Und ich vermute, dass auch die Zäune und Gitter in dem Maßnahmenpaket vorkommen“, meint er mit Blick auf die Metallzäune an Eierbach und Echaz, in denen sich am Wochenende jede Menge Unrat und Gestrüpp verfangen hat.

Während die Bürger die extra eingerichtete Möglichkeit, Schäden via E-Mail zu melden, gut annehmen, hat Schrenk von einer anderen Seite bisher nichts gehört. Denn  der Bürgermeister hatte auch Hilfe von übergeordneter Stelle eingefordert. Aber, sagt er: „Vom Land gab es bisher keine Reaktion.“

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