Reutlingen Bei Rückerstattung strebt Stadt Lösung an GERK übergibt Unterschriften an Tarifparteien

Reutlingen / SWP 30.05.2015
Der Gesamtelternbeirat für die Reutlinger Kindergärten und Kindertagesstätten (GERK) freut sich über die mit der Stadt erreichten Maßnahmen.

Damit werden die Reutlinger Eltern in dem andauernden Streik des pädagogischen Personals unterstützt. Bereits bei der Übergabe von 642 Unterschriften Reutlinger Eltern an die Oberbürgermeisterin machte Barbara Bosch deutlich, dass sie die Eltern unterstützen wolle, unter anderem durch die Erstattung von Elternbeiträgen für die Streiktage und die Öffnung der städtischen Einrichtungen für die freiwillige Betreuung durch Eltern. In einem Gespräch mit Bürgermeister Hahn, Joachim Haas (Sozialamt), Karin Walter (Abteilung Tagesbetreuung) und Peter Geier (Gebäudemanagement) am 26. Mai wurden die Details festgezurrt.

Eine wichtige Forderung Reutlinger Eltern - die Durchführung der Notbetreuung in stets denselben Einrichtungen - wird von der Stadt erfüllt. Damit erhalten Kinder in der für sie ungewohnten Situation mehr Orientierung und Sicherheit. Die Notbetreuung wird nun an den Standorten Planie 30, KiFaz und Gmindersdorf konzentriert. Steht weiteres Personal zur Verfügung können auch Einrichtungen in den Teilgemeinden versorgt werden. Die Stadt kommt den Eltern auch bei einer weiteren Forderung entgegen und ermöglicht an den kommenden Streiktagen (10., 11. und 12. Juni) Eltern die Betreuung in der eigenen Einrichtung in Eigenregie. Als Ergänzung zur städtischen Notbetreuung können geschlossene Einrichtungen an Streiktagen nun durch Eltern geöffnet werden. Der GERK koordiniert die freiwillige Betreuung zwischen Eltern und Stadt.

Der dritte, für die Eltern höchst interessante Punkt, der im Gespräch am 26. Mai behandelt wurde, betrifft die Rückerstattung von Elternbeiträgen für die Streiktage. Hier strebt die Stadt eine unbürokratische Lösung an. Der Vorstand des GERK unterstützt diese Initiative. "Eltern geht es nicht alleine um das Geld, sie befürchten vielmehr, dass die Stadt den Streik nicht aus finanziellem Interesse aussitzen möchte und von der Notsituation der Eltern auch noch profitiert", so der Vorstand des GERK Jetzt ist der Gemeinderat am Zug, er muss der vorgeschlagenen Regelung noch zustimmen.

Der GERK wird nun die gesammelten Unterschriften an die Tarifparteien übergeben, verbunden mit der unmissverständlichen Aufforderung, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den Streik schnell zu beenden.

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