Erinnerungen an eine längst vergangene Ära hat im Fernsehzuschauer am Sonntag die ZDF-Sendung „Bares für Rares – Lieblingsstücke“ geweckt, an jene Zeit nämlich, da es lange vor dem „Craft-Beer“-Hype eine Vielfalt an kleinen Bierbrauereien gab.

Im Fernsehen und unterm Hammer: „Achalm Bräu Eningen u. A. – Reutlingen“

Die „Best-of“-Ausgabe der Show zeigte einen 31-Jährigen aus Remseck, der 2019 mit einem besonderen „Kellerfund“ zu Horst Lichter und seinem Expertenteam ins Walzwerk Pulheim gekommen war: Bei dem fast makellos erhaltenen großen Emaille-Schild von „Achalm Bräu Eningen u. A. – Reutlingen“ handle es sich um ein beliebtes Sammlerstück, urteilte der Fachmann Colmar Schulte-Goltz. Zumal es die Brauerei, von der der stets fröhlich-höfliche „BfR“-Gastgeber zugegebenermaßen noch nie gehört hatte, längst nicht mehr gibt.

Bares für Rares: Reutlinger Original

Es handelt sich dem Experten zufolge um ein „ganz regionales Produkt“, das aber lange Bestand hatte: von 1830 bis in die 1970er Jahre. Lustig für den regionalen TV-Konsumenten war die Art, wie Schulte-Goltz „Ach-Alm“ und „Enningen“ aussprach. Das darauf folgende Händlerduell gewann Eifel-Sympath „Waldi“, der 240 Euro für das alte Werbe-Schild bot.