Die Beachvolleyballplätze im Sport- und Freizeitpark Markwasen haben als Unterlage einen neuen Sand bekommen, wie beim Sommermedientermin der Stadt zu erfahren war. „Die drei Beachvolleyballfelder wurden 2003/ 2004 neu gebaut. Es  waren die ersten in Reutlingen“, informierte gestern Anja Leuze, Abteilungsleiterin vom Amt für Schulen, Jugend und Sport. Am Bildungszentrum Nord, in Betzingen und in Bronnweiler gibt es weitere Felder. Die drei Plätze im Markwasen sind stark frequentiert. „Sie werden rege genutzt, sobald das Wetter gut ist“, berichtete Leuze.

Als diese angelegt worden waren, war gewöhnlicher Sand verwendet worden. „Damals, als die Felder gebaut wurden, wusste man noch nicht, welchen Sand man nehmen soll“, sagte Philipp Hauer, Projektleiter vom Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt. Immer wieder hätten sich Nutzer über Schürfwunden beklagt. „Die Körnung des alten Sandes war relativ scharfkantig“, erläuterte Hauer. Nach über zehn Jahren intensiver Nutzung sei der Austausch dringend nötig gewesen.

Die Sanierung wurden durch die wechselhafte Witterung verzögert: „Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben über einen Monat gebraucht“, berichtete Hauer. Die Austauscharbeiten wurden  bereits abgeschlossen, und die Felder mit einer Größe von je 16 mal 8 Meter und einer Tiefe von 40 bis 50 Zentimeter sind jetzt wieder bespielbar. „Das Spektakuläre ist, dass es 553 Tonnen Sand waren die erneuert werden mussten“, erzählte Hauer. Der alte Sand wurde nicht entsorgt, sondern für die Rasenregeneration von verschiedenen Sportplätzen der Stadt Reutlingen genutzt.

Seit der Renovierung herrscht auf den Volleyballplätzen noch mehr Betrieb. „Wir haben nur positives Feedback bekommen“, sagte Hauer. „Es gibt auch keine Probleme mit Müll oder Hunden“, fügt er hinzu. Jetzt verfügen die Plätze über reinen Beachsand, der sehr hochwertig und feinkörnig ist. Der neue Sand, der  einem förmlich  durch die Hände geleitet, war in Absprache mit dem PSV Reutlingen und der TSG Reutlingen ausgesucht worden. Die Kosten für die Erneuerung lagen insgesamt bei 12 000 Euro.

Der PSV und die TSG Reutlingen hatten sich damals am Bau der Beachfelder beteiligt und zwei Netze gespendet. Seither genießen sie ein vorrangiges Nutzungsrecht. Von Montag bis Donnerstag stehen ihnen von 17 bis 19 Uhr ein Feld,  und anschließend zwei Felder zu. Das habe aber noch nie zu Problemen geführt. „Die Vereine wechseln sich mit den Freizeitspielern ab und sind sehr kooperativ. Oft spielen sie dann auch zusammen“, erzählte Hauer.

Der Beachvolleyballplatz ist das ganze Jahr über geöffnet und kann auch immer genutzt werden. „Keiner muss warten, jeder wird mit eingebunden. Es ist gigantisch, was hier für Menschenmassen herkommen“, sagte Hauer.

Der Sand auf dem Spielfeld in Betzingen werde ebenfalls erneuert und auch dort durch feinen Beachsand ersetzt.