Das Regierungspräsidium Tübingen arbeitet nach eigenen Angaben an der Prüfung der Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen sowie der Instandsetzung des Dußlinger Tunnels. Als erstes soll eine verkehrliche Entlastung der Umleitungsstrecken durch eine Teilfreigabe der weniger geschädigten Tunnelröhre in Fahrtrichtung Balingen erfolgen.

Erhebliche Schäden bei der Beleuchtung, den Fluchtwegen und an Verkehrszeichen

Im Zuge der Schadensaufnahme hat sich gezeigt, dass Schäden an der Betriebstechnik, die beispielsweise die Beleuchtung, die Fluchtwege, die Verkehrszeichen und die Schrankenanlage in einem Ereignisfall steuert, entstanden sind. Darüber hinaus sind wichtige Sicherheitskomponenten, wie beispielsweise die Notrufmeldung zur Integrierten Leitstelle, nicht intakt. Diese Funktionalität ist bei einer Teilfreigabe dringend erforderlich.

Freigabe eines Fahrstreifens bis Ende nächster Woche geplant

In Abstimmung mit dem für den Betrieb des Tunnels zuständigen Landratsamts Tübingen, dem Polizeipräsidium Reutlingen, der Feuerwehr Dußlingen, des Kreisbrandmeisters und des Deutschen Roten Kreuzes ist es das Ziel bis Ende nächster Woche einen Fahrstreifen in Fahrtrichtung Balingen freizugeben. Die zur einstreifigen Verkehrsführung erforderlichen Einrichtungen, wie beispielsweise Baken und Verkehrszeichen, sind bereits vor Ort aufgebaut. Über den genauen Zeitpunkt der Teilfreigabe wird das Regierungspräsidium in einer weiteren Pressemitteilung informieren.

Tunnel des B27 bei Unwetter schwer beschädigt

Beim Starkregenereignis am 28. Juni 2021 war der Wiesbach zwischen Nehren und Dußlingen über die Ufer getreten. Die Wassermassen fluteten die B 27 und die beiden Tunnelröhren in Dußlingen liefen bis knapp unter die Tunneldecke voll. Der Tunnel ist seitdem für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung der B 27 verläuft in beiden Fahrtrichtungen über Gomaringen und Nehren.