Rommelsbach Austausch unter Gleichgesinnten

Am Stand von Bernd und Susanne Anstett gab es für Mineralienliebhaber viel zu entdecken.
Am Stand von Bernd und Susanne Anstett gab es für Mineralienliebhaber viel zu entdecken. © Foto: Jan Zawadil
JAN ZAWADIL 31.03.2015
Funkelnde Kristalle, glänzende Halbedelsteine oder Fossilien - die Mineralienbörse lockte die Liebhaber von Zeugen der Erdgeschichte am Sonntag erneut in den Reutlinger Nordraum, in die Wittumhalle.

Sie üben einfach eine Faszination aus: Kristalle, Halbedelsteine und Fossilien. Die Begeisterung für die Erdgeschichte lockte dementsprechend am Sonntag erneut zahlreiche Besucher in die Wittumhalle. Und man konnte sich unter Gleichgesinnten austauschen - beispielsweise am Stand von Bernd und Susanne Anstett. Denn die Nagolder sind begeisterte Sammler und nutzen ihre Spanienurlaube nicht nur, um Land und Leute kennen zu lernen, sondern vor allem auch, um nach Mineralien zu suchen. Fluorit oder Aragonit funkeln deshalb auf den Tischen des Ehepaars und ziehen die Blicke auf sich. "Schwere Arbeit steckt dahinter", sagt Bernd Anstett hinsichtlich der Suche. Zumal er an der Oberfläche kaum fündig werde. Vielmehr müsse er teils mit schwerem Gerät ran, um die für ihn kostbaren Steine zu bergen.

Dass das nur auf ausgewiesenem Gebiet geschieht, versteht sich für die Anstetts von selbst. Seit 30 Jahren sind sie immer wieder mit dem Auto auf der iberischen Halbinsel unterwegs. Zumal sich die Funde aufgrund ihres Gewichts nicht so einfach mit dem Flugzeuggepäck transportieren lassen würden. "Reich werden wir damit nicht", erklärte das Nagolder Ehepaar. Das sei auch gar nicht das Ziel. Vielmehr geht es ihnen um die Schönheit der Kristalle, weshalb die Fundstücke daheim in zwei Zimmern mit insgesamt 32 Quadratmeter gelagert und für die eigene, private Schau zusammengestellt seien. Während viele Aussteller der Mineralienbörse genauso wie die Anstetts ihrem Hobby frönen und Interessierte an ihrer Leidenschaft teilhaben lassen, war Organisator Bernd Kunz mit dem neuerlichen Event zufrieden. Die Schau in der Wittumhalle habe sich einen guten Ruf erarbeitet. Entsprechend seien es am Sonntag nicht nur 46 Stände gewesen, die Gäste seien darüber hinaus schon früh zur Börse gekommen, um sich die für sie schönsten Stücke zu sichern.