Rommelsbach Ausstellung in der Bibliothek

Rommelsbach / SWP 11.09.2012
Eine Wanderausstellung der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen ist von heute, 11. September, bis 5. Oktober in Rommelsbach zu sehen.

Vor jetzt fast 200 Jahren, am 20. Dezember 1812, erschien die erste Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm, heißt es in einer Mitteilung. Anlässlich dieses runden Jubiläums hat die Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium Tübingen eine märchenhaft-literarische Wanderausstellung zusammengestellt. Sie ist vom Dienstag, 11. September, bis Freitag, 5. Oktober, zu den üblichen Öffnungszeiten in der Rommelsbacher Zweigstelle der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen.

Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelten die Gebrüder Grimm ihr Interesse für Volksmärchen. Sie begannen mündlich überlieferte Märchen - viele stammten von der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann - zu sammeln und niederzuschreiben. Die Märchen wurden dabei von Auflage zu Auflage überarbeitet, zum Teil "verniedlicht" und mit christlicher Moral unterfüttert.

Die beiden Brüder reagierten damit auf die Kritik, die Märchen seien im Original nicht "kindgerecht". So wurde zum Beispiel aus der Mutter in "Hänsel und Gretel" eine Stiefmutter, was dem "Mutterbild" des damaligen Bürgertums besser entsprach.

Anfangs war nicht zu erkennen, dass die Kinder- und Hausmärchen zu einem der Bestseller der deutschen Literaturgeschichte und zu einem Teil der Weltliteratur werden würden. Der Durchbruch für die Grimmschen Kinder- und Hausmärchen kam erst mit der kleinen Ausgabe von 1825, für die die Brüder 50 der beliebtesten Märchen aussuchten. Heute sind die Märchen der Brüder Grimm ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Hoch- und Popkultur.

Auch wer die einzelnen Märchen nicht kennt, ist sofort im Bilde, wenn vom "Bösen Wolf", den "Sieben Zwergen" oder von einem "Aschenputtel" die Rede ist. Grund genug also, sich zum 200. Jubiläum mal wieder mit den Kinder- und Hausmärchen zu beschäftigen.