Pfullingen Aufholen in den Ferien

Pfullingen / EVELYN RUPPRECHT 31.03.2012
Der Anbau an die Wilhelm-Hauff-Realschule wächst - ist allerdings nicht ganz im Zeitplan. Deshalb wird dort auch in den Osterferien gearbeitet.

Vom Start weg lief eigentlich alles bestens. Nach dem ersten Spatenstich am 10. Dezember haben nicht nur die Bauarbeiter, sondern auch die Temperaturen ihr Bestes gegeben. Mild wars, es hat wenig geregnet - von Frost und Schnee keine Spur. Ganze zwei Monate lang wars genauso, wies das Stadtbauamt sich erhofft hatte. Dann aber ist die Baustelle im wahrsten Sinne des Wortes eingefroren. "Vier Wochen lang war nichts möglich", sagt Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle. Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad war Stillstand angesagt. "Da lässt sich natürlich auch kein Beton gießen", weiß Oehrle. Die Verzögerung am Ausbau zur Ganztagsbetreuung soll jetzt nachgeholt werden. Deshalb wird auf der Baustelle auch in den Osterferien weiter gearbeitet.

Dabei schauts so schlecht nicht aus an der Schloss-Straße. Denn dort ist mittlerweile die Baugrube schon fast wieder aufgefüllt. Das Untergeschoss, in dem später Lager- und andere Kellerräume sowie der Technikbereich der Realschul-Erweiterung ihren Platz finden sollen, ist schon bis zur Decke hin fertig. Jetzt gehts ans Erdgeschoss, in dem Mensa, Küche und Kühl- und Lagerräume untergebracht werden. In drei bis vier Wochen, so Oehrle, könnte diese Etage schon im Rohbau fertig sein, bevor die oberen Etagen mit den Betreuungsräumen und der Mediothek dran sind. Der Einweihungstermin im Herbst 2012, ist sich der Stadtbaumeister sicher, kann eingehalten werden.

Während man im Zeitplan ein kleines bisschen hinterher hinkt, liegt man bei den Kosten sogar ein wenig unter der städtischen Kalkulation. Aufträge für 1,53 Millionen hat der Gemeinderat im Februar vergeben - gerechnet hatte das Stadtbauamt mit 1,675 Millionen Euro für die Gewerke wie Heizung, Wasser, Lüftung und Kücheneinrichtung. Insgesamt wird der Bau um die 4,3 Millionen Euro kosten, mit 1,8 Millionen Euro beteiligt sich das Land. Mit der Vergabe der nächsten Gewerke für den Innenausbau allerdings kann sich der Gemeinderat laut Oehrle getrost noch etwas Zeit lassen.

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