Pfullingen Auferstehung für den Dadaismus

Pfullingen / SWP 08.09.2016

In der Neske-Bibliothek in Pfullingen gibt es am Sonntag, 11. September, unter der Überschrift „Hundert Jahre Dada – die Stimme Hans Arps bei Neske“ eine Lesung mit Felicitas Vogel.

Von 14 bis 17 Uhr wird am Tag des Offenen Denkmals mit der Stimme Hans Arps Dada nach 100 Jahren auferstehen. Der Pfullinger Verleger Günther Neske lernte Hans Arp, einen „der fünf großen dadaistischen Päpste“, wie er sich selbst bezeichnete, in einer Galerie in Paris kennen, heißt es in der Mitteilung der Veranstalter. Aus dieser Begegnung entstand eine herzliche Freundschaft und ein überaus spannendes gemeinsames Projekt: „Hans Arp liest Hans Arp“ heißt eine Platte, die 1962 bei Neske in Pfullingen erschienen ist und zu deren Cover der deutsch-französische Maler, Bildhauer und Lyriker ein Fabeltier beisteuerte.

Frisch und unbekümmert definiert Hans Arp auf dieser Sprechplatte Dada, diesen extremen Protest gegen den Wahnsinn der Zeit, die Schlächtereien des Ersten Weltkriegs, und gegen die akademische Kunst: „Dada hat Hände und Füße, die stets Dinge unternehmen, die weder Hand noch Fuß haben, hat Köpfe, die stets den Kopf verlieren und Häuschen, die stets aus dem Häuschen geraten.“

Dieser und andere Texte, die Sinn und Unsinn miteinander verflechten, kommen an diesem Nachmittag bei der Veranstaltung mit Felicitas Vogel in der Neske-Bibliothek in Pfullingen zu Gehör.

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