In unserer gestrigen Printausgabe haben wir über die Bertelsmann-Studie zur Zukunft der Kliniken in Deutschland berichtet. „Eine starke Verringerung der Klinkanzahl von knapp 1400 auf deutlich unter 600 Häuser würde die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern“, heißt es in der Studie. Der Reutlinger Klinik-Geschäftsführer Norbert Finke hält die Forderung der Studie für abenteuerlich, sagte aber auch, dass man die Struktur durchaus eine Prüfung unterziehen muss. Dann aber auf Grundlage der regionalen Eigenheiten und nicht auf Grundlage einer Studie. Elmar Rebmann und Mike Münzing, die Bürgermeister der kleineren Standorte Bad Urach und Münsingen, sprachen sich deutlich für eine Weiterführung des Konzeptes „Eine Klinik an drei Standorten“ aus.

Kreis Reutlingen

Auch das „Schwäbische Tagblatt“ berichtete über die Studie und sprach mit dem Tübinger Uniklinikums-Chef Michael Bamberg. Dieser hat eine andere Sicht auf die Situation in Reutlingen: „Ich glaube, dass der Kreis Reutlingen sich langfristig auf einen Standort konzentrieren muss“, wird er zitiert. Für die Albklinik und die Ermstalklinik sieht er wenig Zukunftschancen als Krankenhaus in klassischer Form – eher als Medizinstandort mit Ärztehaus oder auch als Zentrum für Kurzzeitpflege.

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