Gesangverein Auf den Spuren Friedrich Silchers

Eningen / swp 09.10.2018

Nachdem der Frauenchor bereits eine Woche vorher verreist war, machten sich am 29. September die Männer des Gesangvereins Eningen mit Ewald und seinem Bus auf den Weg. Erste Station war das chorverbandseigene Silcher-Museum in Schnait. Untergebracht ist das Museum im Geburtshaus des großen schwäbischen Komponisten, Förderer des Volksliedes und Wegbereiter der Chorbewegung und auch der daraus hervorgegangenen Demokratiebewegung.

 Da Friedrich Silcher der Überlieferung nach einem guten Glas Wein nicht abgeneigt war – in der damaligen Zeit war es auch üblich, Chorproben direkt in der Wirtschaft abzuhalten – begann die Führung neben dem Gesang auch mit einem Glas Wein. Verkostet wurde Silcher-Wein, eine spezielle Kreuzung aus Kerner und Silvaner, die nach dem Komponisten benannt wurde, aber beinahe nur auf einer kleinen Anbaufläche rund um Schnait angebaut wird. Auf die Verkostung folgte eine Führung durch das Museum mit allerlei Wissenswertem rund um den Komponisten, sein Werk und sein Verdienst um die Chorbewegung und das, was sich daraus entwickelt hat.

Ankunft zur Mittagszeit

Weiter ging es zum nächsten Standort der Reise: Lorch. Da die Ankunft auf die Mittagszeit terminiert war, führte der Weg zunächst ins Restaurant Muckensee zu einem guten und reichhaltigen Mittagessen.

Von dort ging es weiter ins ehemalige Benediktiner-Kloster, das auf der anderen Talseite Lorchs liegt; wahlweise mit dem Bus oder – nach dem Mittagessen keine schlechte Idee – zu Fuß.

 Der Rundgang führte die Männer zunächst in die Klosterkirche des früheren Hausklosters der Staufer. Hier liegen unter anderem Kopien der Lorcher Chorbücher aus dem Jahr 1511, kunstvoll gestaltete „Notenhefte“ mit üppiger Bebilderung, die im Original heute aus Sicherheitsgründen in der Württembergischen Landesbibliothek aufbewahrt werden.

Ebenso finden sich in der recht schlichten Kirche Grabmäler berühmter Äbte des Klosters und eine Tumba mit Überresten der Stauferfamilie. Leider blieb keine Zeit für einen „Auftritt“ in der Kirche, da vor dem Gotteshaus bereits eine Hochzeitsgesellschaft wartete. Weiter ging es in den Innenhof des Klosters mit einem Blick über die ganze Klosteranlage. Von dort führte der Weg zum 130 Quadratmeter großen Staufer-Rundbild, auf dem auf gut 36 Metern Länge die Geschichte des Hauses Staufen illustriert wird; von den Anfängen über eine glorreiche Hochphase bis zum tragischen Untergang des Adelshauses. Mit einem herrlichen Blick über das Remstal endete der Besuch im Kloster.

Durch enge Straßen

 Mit dem Bus und  durch teilweise abenteuerlich enge Straßen ging es dann zum Abschluss des Tages nach Hanweiler in den Besen der Familie Lorenz, wo der Männerchor den Abend bei einem guten Essen, dem einen oder anderen Glas Wein und noch mehr Liedern gemütlich ausklingen ließ.

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