Reutlingen Arbeit mit nächster Generation

Realschule: Direktor Dieter Salzgeber mit den Kursbesten (Notendurchschnitt 1,1 bis 1,3).
Realschule: Direktor Dieter Salzgeber mit den Kursbesten (Notendurchschnitt 1,1 bis 1,3). © Foto: Privat
Reutlingen / SWP 06.08.2015
In einer Feierstunde in den Räumen der Aula der Hochschule hat der Direktor des Realschulseminars, Dieter Salzgeber, 150 Realschullehreranwärterinnen und -anwärter verabschiedet, heißt es in einer Mitteilung.

Direktor Dieter Salzgeber dankte den Berufsanfängern für die geleistete Arbeit an den Schulen und am Seminar. Den Ausbildern am Seminar und den Ausbildungsrealschulen attestierte Salzgeber, dass Sie in den vergangenen Monaten gute Arbeit geleistet hätten.

Für die anspruchsvollen Aufgaben im Lehrerberuf mit täglichen neuen Herausforderungen wünschte Salzgeber den neuen Kollegen viel Kraft und immer wieder auch erfüllende Stunden. "Sie haben sich auf einen der verantwortungsvollsten Berufe vorbereitet, nämlich die Arbeit mit unserer nächsten Generation", hob Salzgeber hervor. "Bringen Sie Ihr Fachwissen, Ihre Ideen und Ihre Normen sowie Ihre Wertevorstellungen ein", betonte der Direktor.

Im Verlauf seiner Ansprache ging Salzgeber auch auf die derzeitige Einstellungssituation der Absolventen ein. Von den 150 Absolventen des Seminars, die die Zweite Staatsprüfung bestanden haben, werden im kommenden Schuljahr 141 als Lehrer tätig sein. Insgesamt zwei Lehrkräfte sind zudem in anderen Bundesländern und im Ausland untergekommen. 113 werden an Realschulen im Land arbeiten, 13 an privaten Realschulen und 13 Junglehrerinnen und Junglehrer an einer Gemeinschaftsschule. Zwei bisherige Anwärter unterrichten künftig an einer Beruflichen Schule.

Dass die Absolventen des Realschulseminars in Reutlingen bei der Einstellung auch im Landesdurchschnitt gut dastehen, führt Salzgeber darauf zurück, dass man gemeinsam mit den Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Tübingen schon frühzeitig über die Einstellungssituation informiert und über die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen habe. "Offenbar hat das viele unserer Absolventen ermuntert, sich schulscharf bei Schulen zu bewerben", bilanzierte Salzgeber. Zudem werden für die anstehenden Herausforderungen, wie der Bildungsplan 2016 und die Weiterentwicklung der Reaschulen, mehr Pädagogen benötigt.

Hierfür haben sich die vom Seminar Reutlingen im Rahmen der Ausbildung angebotenen Zusatzqualifikationen gerade bei schulscharfen Ausschreibungen gelegentlich als einstellungsentscheidend erwiesen. "Wir wissen, dass beispielsweise unsere Zusatzqualifikation im Bereich der Informationstechnologie und der neuen Medien sowie des bilingualen Lehren und Lernen, der Inklusion und der interkulturellen Kompetenz in einigen Fällen die entscheidende Trumpfkarte war", erläuterte Salzgeber.

Zum zweiten Mal vergab die IHK Reutlingen, die eine Bildungspartnerschaft mit dem Seminar verbindet, einen Preis für die beste Absolventin im Fach Wirtschaft. Dieser Preis wurde von Ida Willumeit, Abteilungsleiterin "Kinder-Jugend-Wissen" bei der Industrie- und Handelskammer, übergeben.

Die Verabschiedungsfeierlichkeit wurde musikalisch von Anwärterinnen und Anwärtern des neuen Kurses 32 umrahmt. Die Kurssprecherinnen und Kurssprecher verabschiedeten sich mit musikalischen Beiträgen und Redebeiträgen, die sich überwiegend satirisch und parodistisch mit der Ausbildung auseinandersetzten.