Reutlingen AOK: Mehr HIV- und Aids-Kranke in der Region

SWP 11.12.2015
Die Anzahl der Patienten, die sich wegen HIV oder AIDS in Behandlung befinden, ist seit 2011 stetig gestiegen. Hintergrund ist, dass Infizierte heute aufgrund der medikamentösen Therapiemöglichkeiten immer länger leben und sich deshalb auch länger in Behandlung befinden.

Die Anzahl der Patienten, die sich wegen HIV oder AIDS in Behandlung befinden, ist seit 2011 stetig gestiegen. Hintergrund ist, dass Infizierte heute aufgrund der medikamentösen Therapiemöglichkeiten immer länger leben und sich deshalb auch länger in Behandlung befinden. Bis 1996 verlief die Krankheit nach ihrem Ausbruch innerhalb von Monaten tödlich. Die positive Botschaft ist daher: Es sterben weniger Menschen an AIDS. Eine Heilung ist aber noch immer nicht möglich. 2014 gab es in der Region 147 von der Krankheit betroffene AOK-Versicherte. Verteilt auf die Kreise waren es in Reutlingen 66, in Tübingen 52 und im Zollernalbkreis 29 Versicherte. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Der Anteil Versicherter, die HIV positiv sind, steigt mit zunehmendem Alter bis zur Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen deutlich an.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 2014 weltweit fast 37 Millionen Menschen mit HIV gelebt. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt zwar, aber dennoch kamen 2014 weltweit rund zwei Millionen hinzu. 1,2 Millionen Menschen sind 2014 weltweit an Aids gestorben. Dem Robert-Koch-Institut zufolge wird die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland auf 3200 geschätzt und ist damit gegenüber 2013 unverändert (Baden-Württemberg: 260). Die Todesfälle lagen im Jahr 2014 bei etwa 480 Fällen (Baden-Württemberg: 45).