Reutlingen Anja Kemter wird Nachfolgerin

Anja Kemter ist Nachfolgerin von Angelika Mehnert (links) als Leiterin der Hohbuchschule.
Anja Kemter ist Nachfolgerin von Angelika Mehnert (links) als Leiterin der Hohbuchschule. © Foto: Dietmar Czapalla
Reutlingen / DIETMAR CZAPALLA 27.07.2016
Zehn Jahre lang war Angelika Mehnert Rektorin der Hohbuchschule, jetzt wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Neue Schulleiterin ist Anja Kemter.

Die Hohbuchschule war im Februar 1975 mit 274 Kindern in neun Klassen als ,,Ableger“ der Eduard-Spranger-Schule gestartet. Im Jubiläumsjahr 2000 besuchten 320 Kinder die Schule, heute sind es 261 Kinder in zwölf Klassen, die von 34 Lehrkräften unterrichtet werden. Dr. Helmut Dolmetsch war von Februar 1975 bis Mitte Juli 2006 Schulleiter, seither leitet Angelika Mehnert die Geschicke der Schule.

Angelika Mehnert war bis 1987 Lehrerin an der Römerschanzschule, bis 1989 unterrichtete sie an der Grund- und Hauptschule Bad Urach, danach acht Jahre lang an der Sieben-Keltern-Schule Metzingen. Seit 1996 lehrte die Mutter von vier Kindern an der Jos-Weiß-Schule, wo sie ab 2002 als Konrektorin fungierte. ,,Ich habe Visionen und freue mich auf ein offenes sonniges Haus“, führte sie aus, als sie am 19. Juli 2006 die Nachfolge von Dr. Helmut Dolmetsch, als neue Schulleiterin antrat. Nach fast auf den Tag genau zehn Jahren wurde die heute 63-jährige Angelika Mehnert mit einem Festakt in den Ruhestand verabschiedet.

Ins Foyer der Hohbuchschule waren neben Vertretern der Stadt, der Kirchen, des Elternbeirats, des Fördervereins, den Schulleitern der Nachbarschulen, Eltern und Nachbarn auch aktuelle und ehemalige Schüler gekommen.

Der Festakt fand dann in der Turnhalle statt. Nachdem Nils Spiegelhalter, vor zwei Jahren noch Hohbuch-Schüler, mit einem virtuos vorgetragenen Flötenstück für riesigen Applaus gesorgt hatte, lag die Begrüßung bei Konrektorin Mirjam Rudolph. Zu Angelika Mehnert gerichtet, sagte sie: ,,Sie haben für die Schule unendlich viel Zeit und Herzblut geopfert, ich bin sicher, wir werden Sie vermissen“.

Und auch die Grußworte-Vortragenden hatten der scheidenden Rektorin Mehnert eine ganze Menge an Dank, Lob, Anerkennung und gute Wünsche für den Ruhestand zu sagen. So wie der Leitende Schulamtsdirektor Roland Hocker vom Staatlichen Schulamt Tübingen und Bürgermeister Robert Hahn: ,,Die besondere Stärke von Angelika Mehnert war ihr wertschätzender Umgang und ihr Blick für die Kinder und deren unterschiedliche Begabung“, lobte Hahn.  Nach Vorträgen des Schulchors und einem sehr gekonnten Auftritt der Tanzgruppe mit Britta Sigmund endeten die Grußworte des Schuldekans Joachim Bayer mit dem Wunsch, ,,der Hohbuchschule alles, alles Gute“. In einem kleinen Interview blickten auch die Elternbeiräte Anja Lorbeer und Magnus Sonnemann auf Mehnerts zehn Jahre Rektorinnen-Tätigkeit zurück.

Mehnert, wenn sie ab Herbst endgültig im Ruhestand ist, befürchtet nicht ,,dann in ein Loch zu fallen, schließlich habe ich ja meine Familie und meinen Garten“. Sie will ,,jetzt erst mal im Ruhestand ankommen und sehen, was mir begegnet“.

Anja Kemter, die im September als Rektorin der Hohbuchschule beginnt, unterrichtete als Grundschullehrerin zunächst an diversen Schulen im Landkreis Tübingen, ehe sie im Jahr 2000 an die Gerhart-Hauptmann-Schule wechselte. Dort war sie seit drei Jahren stellvertretende Schulleiterin. Durch ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen verfügt die 47-jährige Pädagogin über umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Schulentwicklung, der Elternarbeit und der Personalführung. Zu ihren pädagogischen Grundhaltungen gehört es, Kinder in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, sie zu fördern und ihre individuellen Fähigkeiten zu entwickeln. Schule ist für die zweifache Mutter ,,nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort für alle am Schulleben Beteiligten“. Ihre neue Aufgabe habe sie ,,dankend angenommen“ und sie will ,,an dem anknüpfen, was hier alles aufgebaut worden ist“.

Anschließend feierte die Schule auf ihrem Gelände das 25-jährige Jubiläum des Fördervereins ,,Pünktchen und Anton“ gemeinsam mit allen Schülern und Eltern. Am Ende des Festaktes hatte Lissi Dwenger mit ihrer Ansprache 25 Jahre zurück-, aber auch vorausgeblickt.

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