Auszeichnung Anerkennung für viele Jahre im Ehrenamt

Ralph Bausinger 08.01.2018

Seit 1990 sind Ruth und Peter Fahrenholz im  Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe aktiv, 2001 übernahm das Ehepaar dessen Leitung. Der Freundeskreis ist offen für Menschen, die mit Suchtproblemen aller Art zu tun haben – von Alkohol über Medikamente und Drogen bis hin zu Essstörungen, Spiel- und Internetsucht. Daneben leistet er auch Präventionsarbeit in Schulen. Nach 27 Jahren sehr intensiver Arbeit zieht sich das Ehepaaraus dem Freundeskreis zurück. Als Zeichen der „Würdigung des langjährigen wertvollen Engagements“, übergab Barbara Bosch die Verdienstmedaille der Stadt.

Es war die Liebe, die Jocelyne Renz nach Reutlingen führte. Um ihre Sprache und Kultur auch vor Ort zu pflegen, engagiert sie sich seit 1977 in der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG). 1992 wurde sie deren Präsidentin, in einer Zeit, als die französischen Truppen die Stadt verließen und sich dadurch die Basis für die Arbeit der DFG veränderte. „Mit viel Schwung und großem Einsatz haben Sie die Neuorientierung angepackt“, sagte Bosch. Unter ihrer Leitung biete die DFG nicht nur ein umfangreiches Jahresprogramm, Jocelyne Renz habe sich stets in der Partnerschaft mit Roanne eingesetzt und bei Besuchen als ehrenamtliche Dolmetscherin eingebracht.

Seit 1983 ist Ursula Schlüter beim Kinderschutzbund in Reutlingen aktiv, gilt als „unermüdliche Kinderschützerin mit Herz und Seele“, wie Bosch sagte. 2009 rückte sie in den Vorstand der Einrichtung auf, seit 2014 bekleidet sie den Posten der Ersten Vorsitzenden. Bis zu 800 Stunden jährlich investiere sie in ihr Ehrenamt. Wenn ein Kind, eine Familie, Hilfe benötige, sei sie auf der Suche nach einer passenden Lösung. Mit ihrer offenen Art schaffe sie es, Familien zu motivieren, sich ihren Problemen aktiv zu stellen.

Jürgen Vocke steht seit 30 Jahren an der Spitze der SG Reutlingen und ist damit der dienstälteste Vorsitzende eines hiesigen  Sportvereins. Seinem „wachen Weitblick“ (Bosch) verdanke der 600 Mitglieder zählende Verein die guten Entwicklungen der letzten drei Jahrzehnte. Die SG fördere das gesellschaftliche Miteinander nicht nur beim Sporttreiben, sondern auch mit anderen Veranstaltungen. Dank der Gorodki-Abteilung verfüge sie über ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Mit demWurfspiel werde Menschen mit russischen Wurzeln eine sportliche und gesellschaftliche Heimat geboten.