Eningen Anbau, Kleidung, Pickup-Truck

Die Geehrten mit (von links) Feuerwehr-Vize Michael Kaupp, Hardy Faßnacht, Michael Hummel, der neue Ehrenkommandant Rainer Hägele, Kommandant Boris Goller und Bürgermeister Alexander Schweizer.
Die Geehrten mit (von links) Feuerwehr-Vize Michael Kaupp, Hardy Faßnacht, Michael Hummel, der neue Ehrenkommandant Rainer Hägele, Kommandant Boris Goller und Bürgermeister Alexander Schweizer. © Foto: Jürgen Herdin
Eningen / JÜRGEN HERDIN 30.07.2016
Es kommt ein Anbau für drei Millionen Euro und ein neuer Kommandowagen. Bei einem Durchschnittsalter von 38 Jahren ist die Wehr gut aufgestellt.

Da steigt die Stimmung: Die meisten der Eninger Feuerwehrleute hatten zur Hauptversammlung bereits ihre neuen Ausgeh-Uniformen an. Und zudem ist, wie berichtet, der Anbau zum Feuerwehrhaus für drei Millionen auch unter Dach und Fach. Doch ganz aktuell brachte Eningens Bürgermeister Alexander Schweizer ganz „taufrisch“, direkt aus dem Gemeinderat, die frohe Kunde mit, dass auch der Kauf eines neuen Kommandowagens abgesegnet wurde – einstimmig.

Ein funkelnagelneuer VW Amarok wird es sein, mit großer  Ladefläche, die Amerikaner nennen diese Gefährte Pickup-Trucks. Doch wo Licht ist, kommt auch ab und zu Schatten: Am Ende der Jahresversammlung, auf der über das abgelaufene Jahr 2015 Rechenschaft abgelegt wurde, meldete sich Thomas Hummel zu Wort. Die 90 Hochwassereinsätze seiner Kameraden vom 24. und 25. Juni noch vor Augen, forderte er: „Es muss dringend Ersatzkleidung her, zum Wechseln nach den Einsätzen.“

Und damit sprach er auch ein wichtiges Sicherheitsproblem an. Wenn Feuerwehrleute beispielsweise nach einem Hochwassereinsatz mit durchnässter Kleidung zu einem Brandort gerufen werden, dürften sie streng genommen  gar nicht ausrücken. Große Hitze auf nassen Klamotten hätte schwerwiegende Verbrühungen des Körpers zur Folge.

Kommandant Boris Goller versprach, sich um diese Sache zu kümmern. An ihm war es dann auch, über das Jahr 2015 zu berichten, in dem es 118 Einsätze gab. Nur 23 davon hatten mit Feuer zu tun, das Gros waren technische Hilfeleistungen und „sonstige Einsätze“ wie die berühmte Katze auf dem Baum. Die Feuerwehren entwickeln sich weiterhin immer mehr zu multifunktionalen Dienstleistern zum Wohle und zur Sicherheit der Bevölkerung.

Wobei die Eninger Freiwillige Feuerwehr gut aufgestellt ist, vor allem auch durch ihre Altersstruktur. Der Durchschnitt liegt bei 38 Jahren. Die Wehr zählte Ende 2015 69 Aktive, 21  Mitglieder der Jugendabteilung und zwölf Senioren in der Alters- und Ehrenabteilung. Dabei gab es 2015 sechs Neueinstellungen und viele aktive Wehrleute, die recht zahlreich an den diversen Lehrgängen teilgenommen haben. Allein ein Dutzend Eninger Feuerwehrleute legten nebenher noch das Leistungsabzeichen in Bronze ab.

118 Einsätze bedeuteten zwar eine Steigerung gegenüber 2014 mit seinerzeit 95-maligem Ausrücken. Doch die dicke 2016-er-Bilanz kommt ja erst noch. Kreisbrandmeister Wolfram Auch erinnerte daran, dass die Eninger allein am 24. und am 25. Juni 90 Einsätze hatten. Überhaupt würden die Frauen und Männer der Eninger Feuerwehr „allen Anforderungen gerecht“, so Auch, der die Ausbildungsbereitschaft unterhalb der Achalm ebenso lobte wie die Personalstärke und den Ausrüstungsstand. Der könnte freilich immer noch höher sein, aber auch Drehleitern wachsen bekanntlich nicht ganz in den Himmel. Jedenfalls stimmt es mit der Motivation der Eninger, was sie bei Übungen auch unter Beweis stellten, so bei dem Einsatz mit den Reutlingern und den Pfullingern im Scheibengipfeltunnel. „Auch hier klappte alles reibungslos“, sagte Boris Goller, der mit Rainer Hägele einen Ehrenkommandanten mehr bekam.

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