Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) erfolglos und ohne Einigung blieb, wird es am Mittwoch zu erneuten Streiks in Reutlingen und Tübingen kommen. Dies kündigte Verdi nun an.

Diese Warnstreiks werden nun nach Gewerkschaftsangaben ganztägig stattfinden, nachdem der erste Streik von 8 bis 14 Uhr noch moderat war, die Verdi-Bezirksgeschäftsführer Benjamin Stein betonte. Da der WBO diesen „Schuss vor den Bug“, so Stein, nicht verstanden habe, stehe nun die nächste Stufe an.

Verdi fordert 5,8 Prozent mehr Lohn

Verdi fordert für die 9000 Busfahrer in Baden-Württemberg 5,8 Prozent mehr Lohn mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Der WBO hält dies für nicht umsetzbar, wegen der schwierigen Situation im Busgewerbe.

Am Mittwoch werden die streikenden Busfahrer aus Reutlingen und Tübingen ab 11.30 Uhr vom franz.K aus eine Demonstration starten, um 12 Uhr ist dann eine Kundgebung auf dem Zentralen Omnibusbahnhof geplant. Andreas Schackert, Verhandlungsführer von Verdi, wird dort der Hauptredner sein.

Zudem findet am Donnerstag in Tübingen und Reutlingen, und am Freitag in Zwiefalten ein Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder statt.  Damit reagiert Verdi auf die Weigerung der Arbeitgeber, ebenfalls in der zweiten von drei vereinbarten Verhandlungsrunden ein Angebot vorzulegen. Erste größere Kundgebungen sind am Mittwoch am Karlsruher KIT sowie am Donnerstag in Tübingen geplant. Im ganzen Land finden zahlreiche weitere Warnstreiks und Aktionen statt, so Verdi.

In Reutlingen sind unter anderem das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim mit Sitz in der Achalmstadt sowie die Hochschule und die KBF betroffen. Ein Warnstreik mit Kundgebung findet dann auch am Freitag um 12 Uhr am Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten statt.

Betroffen sind auch die Busse der Württembergischen Busgesellschaft Neuffen. Am Mittwoch werden die Busse der Linie 100 (Grabenstetten, Erkenbrechtsweiler, Hülben, Bad Urach, Eningen, Reutlingen) von Betriebsbeginn bis Betriebsende nicht verkehren.

Info:

Aktuelle Informationen über den Streik wird die RSV auf ihrer Homepage , der App „ÖPNV live“ sowie auf den Dynamischen Fahrgastinformationsanzeigern an den Reutlinger Haltestellen bekanntgeben.

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