Reutlingen Am Abend lockt die Welt der Lichter

Am Samstagabend zogen die Wolken ab - und die Besucher zogs hin zum Reutlinger Frühlingsfest. Foto: Jan Zawadil
Am Samstagabend zogen die Wolken ab - und die Besucher zogs hin zum Reutlinger Frühlingsfest. Foto: Jan Zawadil
JAN ZAWADIL 24.03.2014
Auf den Bösmannsäckern geht es seit Samstag wieder richtig rund. Das Frühlingsfest bietet aber mehr als Riesenrad und Karussell.

Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Bratwurst - es ist diese Mischung, die nur einen Schluss zulässt: Der Rummel ist wieder in der Stadt. Und der lockt seit Samstag nicht nur mit zahlreichen Leckereien, sondern vor allem mit einer Vielzahl von Fahrgeschäften.

Doch während mancher Ernährungswissenschaftler und Zahnarzt schon allein der Süßigkeiten wegen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen dürfte, gehören die zu einem Frühlingsfestbesuch schlicht dazu und machen den Abstecher auf die Bösmannsäcker zu einem herrlichen Erlebnis.

Nichtsdestotrotz fiel der Auftakt beinahe ins Wasser. Am Eröffnungstag regnete es zunächst nämlich kräftig. Das ließ die Schausteller fast verzweifeln. Doch nachdem der Himmel am Samstagnachmittag aufklarte, hellten sich auch die Mienen der Fahrgeschäftbetreiber auf.

"Wir müssen es nehmen wie es kommt", meinte die Kassiererin am Riesenrad. Schließlich bleibe einem nichts anderes übrig. Als es mittags jedoch wie aus Eimern gegossen habe, hätten sich einige überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, die Fahrgeschäfte zu öffnen.

Dass mit dem abgeklungenen Regen dann doch zahlreiche Gäste zum Frühlingsfest kamen, zeigte sich am Abend. Ist es doch diese Welt aus bunten Lichtern und den unverkennbaren Jahrmarktansagern, die den Besuch zum Erlebnis macht.

Neben all den Schieß- und Losbuden, den unterschiedlichen Geschicklichkeitsspielen sowie den vielen Karussells haben die Macher in diesem Jahr auch wieder ganz große Attraktionen aufgefahren. Mit dem Autoscooter Carat 2000, der Berg- und Talbahn Jaguar sowie dem Twister sind aber nicht nur die Klassiker unter den Fahrgeschäften vertreten. Es sind vor allem auch die ganz wilden Dreh- und Kreiselmaschinen mit von der Partie, bei denen man Wurst und Zuckerwatte lieber im Anschluss essen sollte.

So sind es vor allem der Flipper und der Intoxx, die nichts für schwache Nerven und Mägen sind. Doch während die Fahrgäste da so richtig durchgeschüttelt werden, geht es auch gemütlicher, dafür nicht weniger amüsant zur Sache. Schließlich braucht es beispielsweise im XXL Funhouse viel Geschicklichkeit, um die verschiedenen Parcours zu absolvieren.