Reutlingen Alter kann auch sehr schön sein

Reutlingen / JAN ZAWADIL 01.10.2012
Das Alter stand gestern im Mittelpunkt der RAH-Hausmesse. Neben viel Infos wurden ganz praktische Hilfen gezeigt, die das Leben einfacher machen.

In Ruhe altern? - Das war einmal, mochte man angesichts der sechsten Auflage der RAH-Hausmesse gestern im Alten- und Pflegeheim Voller Brunnen denken. Denn mit 40 Ausstellern rund ums Thema Alter, Vorträgen und zahlreichen Aktionen war von Beschaulichkeit nichts zu spüren.

Weil Abwechslung aber ohnehin gut tut, widersprachen auch RAH-Geschäftsführer Werner Rumpel sowie dessen Mitarbeiterin und Hausmesse-Organisatorin Petra Müllerschön unisono: "Altern in Ruhe ist möglich." Allerdings sei das Thema bei den Menschen präsent und werde immer wichtiger. Außerdem: "Viele wollen optimal vorbereitet sein und wissen, was auf sie zukommen könnte", so Müllerschön.

Darüber hinaus, ergänzte Rumpel, sei es wichtig, das Haus Voller Brunnen offen zu halten und mit dem Programm ein vielschichtiges Publikum zu erreichen. Denn nicht nur die schweren Zeiten, in denen nicht mehr alles rund laufe, gebe es - "das Alter kann auch sehr schön sein." Dementsprechend bot die Hausmesse wieder ein vielfältiges Spektrum. Während sich die jungen Besucher an einer Alterssimulation versuchten, unterzogen sich andere dem Seh- oder Hörtest, probierten Treppenlifte aus oder ließen sich kleine, aber praktische Alltagshelfer wie Flaschenöffner für Drehverschlüsse oder Greifhilfen erklären.

Während trotzdem nicht nur etwas für Ältere geboten war, sondern Kinderschminken oder ein Fahrsimulator das abwechslungsreiche Angebot abrundeten, waren es während der vergangenen Messen jeweils zwischen 1000 und 1200 Besuchern wie Petra Müllerschön weiter ausführte. Dementsprechend zufrieden seien immer wieder die Aussteller. Denn so viele Leute, so die Organisatorin weiter, würden sie sonst nur schwer erreichen.

Neben all dem Wissenswerten war gestern selbstverständlich auch für jede Menge musikalische Abwechslung gesorgt. Den Auftakt machte da Horst Hauser am Klavier. Einen augenzwinkernden Beitrag steuerten darüber hinaus Adelinde Bohn und Ingrid Frey bei, die mit ihrem Programm "Frauen sind (keine) Engel" über die Facetten des weiblichen Geschlechts sangen.

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