Biosphäre Alpenbock als Busmaskottchen

Seit Freitag ist der Alpenbock-Bus der RSV als rollender Biosphärengebiet-Botschafter im Stadtgebiet unterwegs.
Seit Freitag ist der Alpenbock-Bus der RSV als rollender Biosphärengebiet-Botschafter im Stadtgebiet unterwegs. © Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / Von Ralph Bausinger 23.05.2018

Seltene Pflanzen und Tiere schmücken den Reutlinger Alpenbock-Bus, den die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz am Freitag, gemeinsam mit Vertretern des Biosphärengebiets und der an der Umsetzung beteiligten Unternehmen, vorstellte. „Mit dem Einstieg in den Bus taucht man ins Biosphärengebiet ein“, schwärmte Hotz. Deutlich sichtbares Wahrzeichen des Gefährts ist der Alpenbock – ein blau-schwarzer Käfer, dessen Larven sich im Totholz der Buchenwälder entwickeln. Der Alpenbock mit seinen langen Fühlern ist stark gefährdet, aktuell gibt es Vorkommen in Bayern und auf der Schwäbischen Alb.

Verantwortlich für die Umsetzung war die Agentur Wagnerwagner und die Schöpfer GmbH, die für den Aufdruck verantwortlich zeichnete. „Rein optisch muss das knallen“, sagte Susanne Schöpfer über die Gestaltung des Biosphärenbusses. Mit der Umsetzung ist sie mehr als zufrieden, der Alpenbock komme „supergigantisch rüber“.

Über sein Förderprogramm steuert das Biosphärengebiet Schwäbische Alb 5412 Euro bei, berichtete Roland Heidelberg von der Geschäftsstelle. Bis zu 200 000 Euro im Jahr stehen dem Biosphärengebiet für Förder- und Werbeprojekte zur Verfügung.

Insgesamt zwölf Fotografien seltener Tiere und Pflanzen aus dem Biosphärengebiet sind im Innern des Busses abgebildet. Neben dem Alpenbock finden sich dort beispielsweise der Rotmilan, die Zauneidechse, die Ringelnatter und der Halsbandschnäpper. Was die Flora betrifft, sind im Bus die Trollblume, die Silberdistel, das Leberblümchen und die Küchenschelle abgebildet. Zu allen Tieren und Pflanzen gibt es kurze, erläuternde Begleittexte. Die fotografischen Vorlagen für die Abbildungen stammen vom renommierten Mössinger Naturfotografen Dietmar Nill.

Der Gelenkbus ist einer von elf neuen RSV-Stadtbussen mit Euro VI-Norm und wird in den kommenden zwölf Monaten im gesamten RSV-Gebiet von Pfullingen und Eningen bis nach Pliezhausen und Walddorfhäslach eingesetzt. Der Alpenbock-Bus ist ein Beitrag der Stadt zur Biosphärenwoche 2018. Als rollender Biosphärengebiet-Botschafter soll er die Bürger der Achalmstadt dafür sensibilisieren, dass der „Schatz“ in unmittelbarer Nähe liegt und Teile der Stadt zum Biosphärengebiet gehören.

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