Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen hat jetzt mit der Planung der Verlegung der Ortsdurchfahrt bei Lichtenstein (Albaufstieg) im Zuge der B 312 begonnen. Die neue Trasse soll zwischen Pfullingen und Engstingen verlaufen.

Zweites großes Projekt

„Nach der Ortsumgehung von Reutlingen starten wir das zweite große Straßenplanungsprojekt im Landkreis Reutlingen. Mit dem Albaufstieg entsteht eine leistungsfähige und verkehrssichere überregionale Verbindung von Stuttgart in Richtung Schwäbische Alb. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem  lang geforderten Projekt nun beginnen können“, sagte Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Die Entscheidung ist für Lichtensteins Bürgermeister Peter Nußbaum nicht überraschend gekommen, schließlich habe es im Vorfeld Gespräche zwischen dem RP und der  Gemeinde gegeben. Es sei dennoch sehr erfreulich, so der Rathauschef, dass das Regierungspräsidium frühzeitig in die Planungen  eingestiegen sei. Diese Entscheidung zeige auch den Stellenwert des Projekts. „Wir haben damit ein klares und verbindliches Ziel im Blick“, unterstrich Nußbaum. ein Ziel, das man in konstruktiver Kooperation mit dem RP erreichen wolle.

Prozess transparent gestalten

Dem Regierungspräsidium sei es ein großes Anliegen, den komplexen Planungsprozess transparent zu gestalten. Es werden alle planungsrelevanten Belange wie beispielsweise die Verkehrsqualität und Verkehrssicherheit, die Wirtschaftlichkeit, die Umweltverträglichkeit und die Stadtentwicklung ergebnisoffen in den Planungsprozess miteinbezogen. Weitere wichtige Themenfelder, wie zum Beispiel die gesetzlichen Lärm- und Schadstoffgrenzwerte, werden ebenfalls berücksichtigt.

Zunächst werden die Grundlagen ermittelt

Beginnen wird das RP mit einer Grundlagenermittlung. Dabei werden alle in der Vergangenheit durchgeführten Untersuchungen und Planungen gesichtet, analysiert und plausibilisiert.

In einem ersten Schritt wird es dann eine großräumige Verkehrsuntersuchung geben. In dieser werden alle relevanten Verkehrsströme sowie die Quell- und Zielverbindungen analysiert. Das Ergebnis dieser Verkehrsuntersuchung ist die Grundlage für alle weiteren, notwendigen Planungsschritte. Mit der Gemeinde Lichtenstein als wichtigstem Projektpartner habe es, so Tappeser, bereits ein Startgespräch gegeben, um die ersten Planungsschritte abzustimmen.

Es wird öffentliche Informationsveranstaltungen geben

Das Regierungspräsidium  werde die Öffentlichkeit regelmäßig in Pressemitteilungen über den Planungsfortgang informieren, heißt es in der Pressemitteilung. Des Weiteren sollen im Verlauf der Planung öffentliche Informationsveranstaltungen stattfinden, in denen sich interessierte Bürger über den Planungsstand informieren können.

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1,8 Milliarden Euro stehen für zehn Projekte bereit


Der aktuelle Bedarfsplan des Bundes sieht ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,8 Milliarden Euro allein für Straßenbaumaßnahmen im Regierungsbezirk Tübingen vor. Vor dem Hintergrund der entsprechend großen Anzahl von Maßnahmen und angesichts der zur Verfügung stehenden Planungsressourcen hatte das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg eine Rangliste der Projekte erstellt. Das Ergebnis der Priorisierung wurde am 20. März 2018 auf Basis einer zweistufigen Umsetzungskonzeption bekannt gegeben.

Kontinuierliche Informationen zur Planung des Albaufstiegs sind unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt4/B312-Lichtenstein/Seiten/default.aspx zu finden.