Reutlingen Aktiv wie eh und je

Bürgermeisterin Ulrike Hotz, BUND-Kreisvorsitzender Rainer Blum sowie Edith Willmann und Margit Geyer (beide BUND) bei der Verleihung des Umweltpreises ("Anerkennungspreis für langjähriges Umweltengagement"). Foto: Dietmar Czapalla
Bürgermeisterin Ulrike Hotz, BUND-Kreisvorsitzender Rainer Blum sowie Edith Willmann und Margit Geyer (beide BUND) bei der Verleihung des Umweltpreises ("Anerkennungspreis für langjähriges Umweltengagement"). Foto: Dietmar Czapalla
Reutlingen / DIETMAR CZAPALLA 08.03.2012
Bei der Mitgliederversammlung des Bund für Umweltschutz (BfU) im Kreisverband des bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde Rückschau gehalten, vorausgeschaut und gewählt.

Umfangreich war der Jahresbericht, den Rainer Blum, Vorsitzender der Kreisgruppe im Bund für Umweltschutz (BfU), bei der Hauptversammlung den Mitgliedern in der "Waldesslust" zu Gehör brachte. "Wir engagieren uns konkret nicht nur im Natur-, Arten-, Biotop- und Landschaftsschutz, in der Umweltbildung und Beratung, sondern auch in vielen anderen Bereichen des Umweltschutzes. So wie in der Verkehrspolitik, der Energiewende, dem Klimaschutz und der Müllvermeidung und unterhalten das Naturschutzzentrum", ließ er seine Mitstreiter wissen. Der Tiefbahnhof Stuttgart, der Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende waren zwei besonders große Themen.

Das Tätigungsfeld war auch im vergangenen Jahr wieder schier unerschöpflich. Im Frühjahr kümmerte man sich um die Amphibien im Wasenwald. "Die Amphibien-Situation im Markwasen ist inzwischen leider besorgniserregend: Mit einem Aufwand von rund 300 Stunden haben 35 Helfer nur noch knapp 800 Tiere erfasst", beklagte Vorsitzender Blum.

Mit zwei weiteren Warentauschtagen bei den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen (TBR) wurde die Zahl 40 erreicht. Mit 25 Jahre Naturschutzzentrum Reutlingen, 30 Jahre Bund für Umweltschutz (BfU) und 40 Jahre Landesnaturschutzverband (LNV) konnten noch drei weitere Jubiläen gefeiert werden.

Beim Mobilitätsforum, dem Apfelsaftprojekt "Feines von Reutlinger Streuobstwiesen", im Arbeitskreis "Lebendiger Neckar Reutlingen", den Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft "Natur in der Stadt", beim Alternativen Neujahrsempfang im Januar, beim "Aktionsgespräch der Stadt", beim Klimaschutzforum, bei Bürgerkonferenzen und anderen Veranstaltungen waren die BUNDler engagiert.

In Sachen Umweltberatung war man so aktiv wie eh und je, auch wurden wiederum CDs, Disketten, Video-Kassetten und Korken gesammelt und über die "Neue Arbeit Zollern-Achalm" dem Recycling zugeführt. Auch die für die Deutsche Umwelthilfe organisierte Alt-Handy-Sammlung war vor Ort erfolgreich. Das vielfältige Nachfragespektrum reichte von Baumfäll-Beschwerden bis hin zu Wespen-Beratung.

Die BUND-Kindergruppe "Waldfrösche" befasste sich im vergangenen Jahr mit dem Projekt "Von der Quelle zur Mündung" und verfolgte dabei den Lauf des Reichenbaches. Es ging um Flora und Fauna des Baches und um Renaturierungsarbeiten. Vier neue GPS-Geräte kamen dabei zum Einsatz.

Der Kassenbericht von Petra Ege ergab unter dem Strich Erfreuliches, der von ihr vorgestellte Haushaltsplan 2012 wurde einstimmig angenommen.

Die Neuwahlen brachten nichts Überraschendes, zumal sich die seitherigen Amtsinhaber auch weiterhin zur Verfügung stellten. Unter "Verschiedenes" meldete sich die 13-jährige Marina Blum zu Wort. Die BZN-Schülerin denkt daran, eine BUND-Jugendgruppe ins Leben zu rufen. "Dank im Namen der Stadt für das vielfältige Engagement" kam vom Umweltschutzbeauftragten der Stadt, Reinhard Braxmaier.

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