Auch im Juli ist noch keine spürbare Entspannung auf dem Arbeitsmarkt festzustellen. 12 235 Frauen und Männer waren von Arbeitslosigkeit betroffen.

Kaum Aufatmen: Steigende Arbeitslosenzahlen in der Region

Die Arbeitslosenquote für den Bezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen und der Jobcenter der Landkreise Reutlingen und Tübingen stieg auf 4,2 Prozent. Seit Juni sind 156 Menschen zusätzlich arbeitslos. Der Vergleich der Arbeitslosenzahl mit dem Vorjahreswert zeigt das Ausmaß des Anstiegs: Er beträgt 43,4 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit erhöhte sich ebenfalls. Die Quote der Jüngeren zwischen 15 und unter 25 Jahren lag bei 3,8 Prozent.

Kreis Reutlingen/Tübingen

Weitere Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit wahrscheinlich

In einer Stellungnahme erklärte Wilhelm Schreyeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Reutlingen: „Bei den Jugendlichen müssen wir mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen. Einige haben sich sicherlich wegen verschobener Prüfungstermine noch nicht arbeitslos gemeldet, werden dies aber noch tun.“ Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten sei grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Vielen jungen Menschen erschwere jedoch die Pandemie den Start ins Berufsleben. Die Jugendarbeitslosigkeit in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sei deshalb deutlich angestiegen.

Die Zahl der Kurzarbeit geht erfreulicherweise zurück

Im Juli sank die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit erneut. 77 Mal zeigten Betriebe eine geplante Kurzarbeit an. Davon betroffen könnten im Maximum 1189 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein.

Mehr Arbeitslose und weniger Stellen als im Vorjahr 2019

Der Bestand an Arbeitsstellen ist weiter rückläufig. 2143 Stellen standen dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Reutlingen zur Vermittlung zur Verfügung, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 46,7 Prozent bedeutet. Bei den neu hinzugekommenen Stellen ist ein leichter Anstieg feststellbar. 111 Jobangebote meldeten die örtlichen Betriebe und Verwaltungen. Das Niveau des Vorjahres ist jedoch noch lange nicht erreicht. Das lag um 36 Prozent höher.