„Es ist erfreulich, dass das Instrument der Kurzarbeit auch weiterhin wirkt. Es ermöglicht Betrieben, diese Krisenzeit zu überbrücken und Personal zu halten“, analysiert Wilhelm Schreyeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Reutlingen, die aktuellen Zahlen. Auch bei der Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen sieht er eine leichte Entspannung: „Wir haben im Februar in diesem Bereich 53,3 Prozent mehr Jobangebote gemeldet bekommen als im Vormonat. Damit sind wir allerdings trotzdem immer noch weit vom Vorjahresniveau entfernt, das im Zugang um 20,3 Prozent höher lag.“ Mit besonderer Aufmerksamkeit blickt er auf die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. 1 063 Heranwachsende zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos und damit 26,2 Prozent mehr als im Februar 2020. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen beträgt 3,1 Prozent. Wilhelm Schreyeck betont: „Wir richten unseren Fokus in besonderem Maße auf junge Menschen, um sie bestmöglich beim Übergang von der Schule ins Berufsleben zu unterstützen.“

Entwicklung in den Landkreisen

Im Landkreis Reutlingen waren im Februar 7 527 Menschen (+31,0 Prozent gegenüber Vorjahr) arbeitslos gemeldet, davon 3 810 (+41,1 Prozent gegenüber Vorjahr) bei der Agentur für Arbeit und 3 717 (+22,0 Prozent gegenüber Vorjahr) beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.
Im Landkreis Tübingen waren 4 406 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+29,8 Prozent gegenüber Vorjahr). Davon wurden 2 446 von der Arbeitsagentur betreut (+39,1 Prozent gegenüber Vorjahr) und 1 960 (+19,8 Prozent gegenüber Vorjahr) vom Jobcenter Landkreis Tübingen.

Arbeitsmarkt der Geschäftsstellen

Die Arbeitslosenquote für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen blieb im Februar bei 4,1 Prozent (Vorjahr 3,2 Prozent).
Die Quoten im Einzelnen (Vorjahreswert in Klammern):
  • Landkreis Reutlingen 4,6 Prozent (3,5 Prozent)
  • Landkreis Tübingen 3,4 Prozent (2,7 Prozent)
  • Hauptagentur Reutlingen 4,8 Prozent (3,7 Prozent)
  • Geschäftsstelle Münsingen 3,3 Prozent (2,6 Prozent) und Bad Urach 4,0 Prozent (2,9 Prozent).