Reutlingen „Sehr erfreuliches Ergebnis“

152?000 Besucher strömten 2015 in die Stadthalle – insgesamt sind es inzwischen weit über 500?000.
152?000 Besucher strömten 2015 in die Stadthalle – insgesamt sind es inzwischen weit über 500?000. © Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / RALPH BAUSINGER 16.07.2016
Einstimmig hat der Finanzausschuss am Donnerstagabend den Jahresabschluss der Stadthalle Reutlingen GmbH für 2015 festgestellt und gebilligt. 

Ein erweitertes Produktportfolio, ein verbessertes wirtschaftliches Ergebnis: Petra Roser, Geschäftsführerin der Stadthalle Reutlingen GmbH,  konnte den Mitgliedern des Finanzausschusses von einer durchweg positiven Entwicklung der Stadthalle im vergangenen Jahr berichten. 2015 war die Stadthalle mit insgesamt 237 Veranstaltungen an 268 Tagen belegt. Seit der Eröffnung im Januar 2013 sind es über 770 aus allen Sparten. Gegenüber 2014 hat sich die Zahl der mehrtägigen Veranstaltungen verdoppelt.

Der Löwenanteil mit 122 Veranstaltungen (51,48 Prozent) entfalle auf die Kultur, deren Anteil gegenüber dem Vorjahr nochmals angewachsen ist. Prominente wie Dr. Eckart von Hirschhausen, Götz Alsmann, der Kabarettist Olaf Schubert oder das Zauber-Duo Ehrlich Brothers traten in Reutlingen auf.

Insgesamt 89 Mal nutzten Unternehmen, Verbände oder auch Parteien die Stadthalle: Darunter befanden sich 41 Tagungen sowie zehn Ausstellungen und Messen. Ein Höhepunkt war fraglos der Landesparteitag der Grünen. 26 Veranstaltungen zählten die Veranstalter im vergangenen Jahr zum Bereich Gastronomie und Gesellschaft – darunter fallen Bälle und auch Abifeiern. Die Stadthalle Reutlingen GmbH steigerte ihre Erlöse, wie Roser im Ausschuss ausführte, auf 1,5 Millionen Euro.

Somit konnte 2015 gemessen am budgetierten Defizit von 1 Million Euro mit tatsächlich 88990?000 Euro erneut ein „sehr erfreuliches Ergebnis“ erzielt werden, wie es im Jahresbericht dazu heißt. Rechne man den Effekt einer umsatzsteuerlichen Betriebsprüfung heraus, läge das Defizit für das vergangene Jahr bei 710?000 Euro – das wären 55?000 Euro weniger als 2014.

2016 will Roser den Fokus auf die Nachhaltigkeit legen. Basis ist der so genannte Nachhaltigkeitsmanagementplan der Betreibergesellschaft, der soziale Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft mit nachhaltigem Wirtschaften und Qualitätsbewusstein und ökologische Verantwortung bei Umweltschutz und Lieferkette zusammenbringen soll. Für ihre Arbeit erhielten die Geschäftsführerin und ihr Team viel Anerkennung. Das Ergebnis sei erfreulich, nicht nur finanziell, sagte CDU-Stadtrat Andreas vom Scheidt. er warte jetzt noch, bis das Hotel fertig sei und Roser dann im Ausschuss von einer schwatzen Null berichte, merkte er scherzhaft an. Allerdings wies er wie auch einige Redner nach ihm darauf hin, dass die Aufwendungen der Stadt für die Halle höher als der Jahresfehlbetrag seien.

„Machen Sie weiter so. Das Programm ist klasse, der Haushalt eingehalten“, lobte auch der FWV-Fraktionsvorsitzende Jürgen Fuchs. Petra Roser habe gezeigt, dass sie mit der ihr übertragenen Aufgabe sehr verantwortungsvoll umgehe“, attestierte ihr SPD-Fraktionsvorsitzender Helmut Treutlein.

Und auch Rainer Buck respektiert, wie Roser die Halle wirtschaftlich führt. Als Kritikpunkt führte der Fraktionssprecher der Grünen jedoch an, dass die „Halle für alle“ zu teuer für Vereine  sei. Dr. Knut Hochleitner (FDP) bescheinigte Roser und ihren Mitarbeitern ebenfalls eine hervorragende Arbeit und eine sehr erfreuliche Entwicklung des Hauses. Ihn beeindruckten die „unglaublich ausgeglichenen Buchungen über das Jahr“, sagte Hochleitner.

Und was würde sie sich noch wünschen, wurde Petra Roser von Jürgen Fuchs gefragt. Ihre  wenig überraschende Antwort: „ein Hotel mit wenig Seminarräumen“.

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