Bürgermeisterwahl „Haben gemeinsam Flagge gezeigt“

Amtsinhaber und Kandidat Peter Nußbaum stellte sich und seine Pläne vor.
Amtsinhaber und Kandidat Peter Nußbaum stellte sich und seine Pläne vor. © Foto: Jürgen Herdin
Lichtenstein / Jürgen Herdin 08.10.2018

Er will Lichtenstein mindestens weitere acht Jahre gestalten – und die Wahl dürfte wohl nicht mehr als eine Formalie sein. Der FWV-Mann Peter Nußbaum wird am 21. Oktober keinen Gegenkandidaten haben, obwohl die CDU sich um einen solchen umgeschaut haben soll.

Nur knapp 50 Besucher, Familie, Feuerwehr und DRK inklusive, kamen zur offiziellen Kandidatenvorstellung – und das in der großen Lichtensteinhalle in Unterhausen, dem bevölkerungsreichsten Ortsteil.

Demnächst wird der gelernte Diplomverwaltungswirt auch in Honau und Holzelfingen auftreten. Dann wird der 49-Jährige erneut einen Rückblick über seine Arbeit geben. Am 25. Oktober 2010 hatte Peter Nußbaum, für viele Beobachter überraschend, mit satten 62,1 Prozent den amtierenden Schultes Helmut Knorr in den Schatten gestellt. Nußbaums Vize, der CDU-Gemeinderat Marco Gass, hatte zu überwachen, ob Nußbaum beim Werbeblock in eigener Sache die vereinbarten 30 Minuten nicht überschritt. Der Kandidat tat es dann doch, ein wenig jedenfalls. Schließlich lag es ihm am Herzen, neben Daten, Fakten, Visionen und dem Lob für das bürgerschaftliche Engagement in der Kommune am Ende auch noch über die Freude seiner Familie zu berichten, hier in Lichtenstein zu leben.

Eine klare Perspektive

Mit dem Albaufstieg gehe es nun tatsächlich bergauf, so Nußbaum, der auch die Bürgerinitiative lobte, die stets präsent gewesen sei, wenn es um die wichtigen Schritte gegangen sei. „Da haben wir gemeinsam Flagge gezeigt“, sagte der Schultes. 2019 beginne die Planung des Straßenbauprojekts, „das ist doch eine klare Perspektive. So gegen 2030 könnten dort die Autos fahren, und Unterhausen wäre nicht mehr in Ost und West geteilt. Und „2030“ nennt sich auch  das Gemeinde-Entwicklungskonzept (GEK). Recht zügig konnten die Kurzfrist-Projekte in Angriff genommen werden. Zusammen mit der Bürgerschaft wurde so in Gruppen erarbeitet, was auch ohne großen Finanzierungsvorbehalt, also günstig, gemacht werden kann.

Als da wäre der Bücherbaum, der Honau-Rundweg, eine Spielplatzkonzeption mit zunächst dem neuen Spielpark an der Echaz. Das Bürgerbüro und der Bürgertreff sind entstanden, der Bürgerbus komme auch bald. Der „Park der Stille“ auf dem Areal des ehemaligen Oberhausener Friedhofs ist im Werden.

Dem Großprojekt „Modernisierung Uhlandschule“ stehe nichts mehr im Wege, so Nußbaum. Er lobte auch die sozialraumorientierte Jugendhilfe, so auch die Schrauberwerkstatt in der Bahnhofstraße. In Sachen Integration hob der Bürgermeister auch den örtlichen Arbeitskreis Asyl hervor, der sich bemühe, für ein „förderliches Zusammenleben“ zu sorgen.

Außerdem sei mit dem Bürgerempfang ein neues Format der Begegnung geschaffen worden. Und auch die Digitalisierung, das schnelle Internet mit Glasfaserkabeln  ist beschlossene Sache. Nur das Gebiet Göllesberg müsse noch warten.

Viel hat sich die schuldenfreie Gemeinde allerdings mit dem Hochwasserschutz vorgenommen.  Für elf Abschnitte und zwei Dämme sind im Laufe der nächsten Jahre insgesamt elf Millionen Euro fällig.

Bei der Fragerunde stand das Reizthema Moltkestraße im Mittelpunkt. Die Verkehrsführung dort samt der Fußgängerüberwege, den Ampeln und Zebrastreifen werden für Peter Nußbaum nach seiner Wiederwahl eine große Baustelle sein.

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