Reutlingen "Es ist eine große Dynamik zu spüren"

Ministerin Theresia Bauer informierte sich beim Campusrundgang über den BHKW-Prüfstand. Mit dabei der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski, Prof. Bernd Thomas und Hochschulpräsident Prof. Hendrik Brumme (von links). Foto: Hochschule
Ministerin Theresia Bauer informierte sich beim Campusrundgang über den BHKW-Prüfstand. Mit dabei der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski, Prof. Bernd Thomas und Hochschulpräsident Prof. Hendrik Brumme (von links). Foto: Hochschule
SWP 14.03.2014
Forschungsministerin Theresia Bauer besuchte dieser Tage die Reutlinger Hochschule und zog dabei ein positives Fazit ihrer Visite: "Es ist eine große Dynamik zu spüren", sagte die Grünen-Politikerin.

Die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, war zusammen mit den hiesigen Landtagsabgeordneten der Grünen, Thomas Poreski, Gast auf dem Hohbuch-Campus. Ministerin Bauer wollte sich ein persönliches Bild von den Plänen und Projekten der Hochschule machen. Am Ende der fast dreistündigen Visite zog sie ein sehr positives Fazit: "Der Besuch bei Ihnen hat mich beeindruckt. Es passiert sehr viel an Ihrer Hochschule und es ist eine große Dynamik zu spüren", sagte sie.

Die Ministerin hatte sich zuvor im Gespräch mit der Hochschulleitung und mit Studierenden über die Schwerpunkte in Lehre und Forschung informiert, heißt es in einer Mitteilung. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme dankte der Ministerin zu Beginn des Besuchs für die Programme des Landes, die eine positive Entwicklung der Hochschule erst möglich gemacht hätten. Die Hochschule sei bestrebt, auf langfristige Anforderungen der Gesellschaft und auf das aktuelle Geschehen am internationalen Markt mit passenden Angeboten zu reagieren, führte er aus.

Der Präsident stellte in diesem Zusammenhang das Konzept der Lehr- und Forschungszentren vor, mit dem Reutlingen neue Wege gehe. Der wichtigste Gedanke dabei: Die Hochschule richtet einen Master-Studiengang zu einem Zukunftsthema ein. Dabei bildet die Hochschule zusammen mit einer Universität und mindestens einem Unternehmen einen Verbund, in dem gelehrt und geforscht wird. Mittlerweile laufen bereits zwei Zentren - das Robert Bosch Zentrum für Leistungselektronik in Rommelsbach und das Herman Hollerith Zentrum für Services Computing in Böblingen. Weitere vier Zentren stehen in den Startlöchern und sollen zum Teil noch dieses Jahr eröffnet werden. "Damit ist die Hochschule für die Zukunft sehr gut aufgestellt", sagte Präsident Brumme. Ziel sei es, mit dieser inhaltlichen Ausrichtung das Renommee zu stärken und das Profil zu schärfen.

Positive Nachrichten verkündete auch der Vizepräsident für Lehre, Prof. Harald Dallmann: Die Weiterbildungseinrichtung laufe bestens, im Bereich der Lehre punkte die Hochschule mit dem Programm "Studieren Plus". Dahinter verbirgt sich ein Paket von über 100 Kursen, die zusätzlich zum regulären Fachunterricht für die Studentinnen und Studenten angeboten werden.

"In der Forschung stimmen die Zahlen ebenfalls", bilanzierte Vizepräsident Prof. Dr. Gerhard Gruhler. So habe sich das reine Forschungs-Projektmittelaufkommen gegenüber 2009 um 400 Prozent gesteigert und liege aktuell bei knapp drei Millionen Euro. Lobend äußerte sich Gruhler zu dem Ministeriums-Vorstoß, erweiterte Promotionsmöglichkeiten für die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften anzubieten. "Der Königsweg bei den Promotionen ist die Kooperation mit einer Universität", stellte die Ministerin klar. Aber diese bekomme jetzt eine andere Dynamik und eine andere Verbindlichkeit, so Bauer.

Bei einem abschließenden kurzen Campusrundgang lernte die Ministerin ausgewählte Fachbereiche kennen: die Elektro-Fahrzeugflotte der Hochschule, den Prüfstand für Blockheizkraftwerke, die Textillabore und den Forschungsbereich Process Analysis & Technology.