Welches Image hat die Gemeinde? Was macht Eningen lebenswert, was ist das Besondere des Ortes und wie identifizieren sich die Menschen mit ihm? Wer kann diese Fragen besser beantworten als die Einwohner der Achalmgemeinde selbst. Nachdem das in Auftrag gegeben Marketingkonzept im vergangenen Jahr sich mehr zur Lach- denn zur Erfolgsnummer entwickelte, setzte das Rathaus jetzt auf die Kreativität der Bürger und schrieb einen Logowettbewerb aus.

Es sei gerade in der Zeit des demographischen Wandels für die Gemeinde wichtig, sich zu positionieren, sagte Bürgermeister Alexander Schweizer bei der Preisverleihung im Rathaus. "Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass wir auf etwas aufbauen, womit sich die Leute identifizieren."

Umso erfreuter war der Schultes, als sich bei den 20 eingegangenen Vorschlägen ein solches Identifikationsmerkmal abzeichnete, denn alle Ideen bezogen die Achalm mit ein. "Die Achalm gehört zu Eningen", lautet das Fazit des Rathauschefs.

Ob mit einfachen und großzügigen Bleistiftstrichen, aufwendig grafisch abgebildet oder in Großbuchstaben mit der Achalm als Tüpfelchen auf dem Eninger I - die Variationen, allesamt anonymisiert, waren mannigfaltig, die Auswahl der ersten vier Plätze für die Mitglieder des Marketingausschusses - Rebecca Hummel, Dr. Barbara Dürr, Florian C. Weller, Simone Büttner, Günter Neuhäuser und Alexander Schweizer - keine einfache.

Schließlich aber setzte sich der Entwurf der 21-jährigen Linda Neuhäuser gegen die von Melanie Probst (2. Platz: IPod Touch), Alexander Probst (3. Platz: Graviertes Eninger Häble) und Sorin Iordachescu (4. Platz: Biosphärenkorb) durch.

Die Lehramtsstudentin - Mathematik und Biologie sind ihre Fächer - lebt seit ihrer Geburt in Eningen. Hier fühlt sie sich wohl, wuchs gerne in Eningen auf, ging gerne in die Grundschule, sie ist Mitglied im Ski- und Turnverein, engagiert sich ehrenamtlich. Da mittlerweile zu jeder kleinen Gemeinde ein Logo gehöre, findet sie, dass auch Eningen eines braucht. Und zwar eines, dass sich gut auf dem Briefkopf macht.

Da sie zudem gerne malt und sich künstlerisch betätigt, hat sie den Versuch gewagt. Wichtig war ihr, dass das Logo kreativ verpackt ist, ohne dabei zu aufwendig und dennoch etwas Besonderes zu sein. Die Achalm als "Eningens Wahrzeichen" gehörte für sie selbstverständlich dazu. Sie hat es so gestaltet, dass das I als Turm des Berges abschließt. Die Mühe hat sich gelohnt, sie hat den Nerv der Jury getroffen und eine Ballonfahrt gewonnen. Papa Günter Neuhäuser war bei der Auswahl übrigens nicht beteiligt.

Drei Agenturen wird der Ausschuss jetzt aussuchen, diese ihre Ideen präsentieren lassen und eine auswählen, die aus den vier prämierten Entwürfen ein Logo für verschiedene Medien entwerfen soll. Das Logo soll sich auf der Ortseingangstafel, auf Flyern, in der Gemeindepost und im Internet wiederfinden. Schweizer hofft bis zum Sommer auf ein Ergebnis.