Reutlingen "Der Sonnenwirt" geübt und lebhaft

Lasen in der Stadtbibliothek aus Kurz "Der Sonnenwirt": OB Barbara Bosch und Andreas Vogt. Foto: Privat
Lasen in der Stadtbibliothek aus Kurz "Der Sonnenwirt": OB Barbara Bosch und Andreas Vogt. Foto: Privat
SWP 30.08.2013
In die Stadtbibliothek hatten die Freunde der Stadtbibliothek dieser Tage zur Hermann-Kurz-Lesung mit Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Andreas Vogt vom Kulturamt eingeladen.

Im Wald stößt Friedrich Schwan, Sohn des "Sonnenwirts", auf Christianus, den er von seiner ersten Ludwigsburger Festungshaft her kennt, auf dessen Mutter und beiden Schwestern sowie auf zwei Männer, Bettelmelcher und Schwamenjackel. Sie preisen sich als "freie Leute", die sich nicht um "Rang und Titel" kümmern, berichten von der "Schlechtigkeit" der Gesellschaft und der Obrigkeit. Das "Sonnenwirtle" wollen sie für ihre Räuberbande gewinnen. Sie schmeicheln ihm und bemitleiden ihn. Ihre Zusammenarbeit und die Sicherheit durch ihr soziales Netzwerk verherrlichen sie. Am Ende zeigen sie ihm einen Weg, die langerhoffte Trauung mit seiner Frau zu erreichen. Das gibt den Ausschlag für Friedrich, dem von Verwandten, Nachbarn und der Obrigkeit in Ebersbach bös mitgespielt worden ist. Er willigt ein. Schnell gibt es einen gemeinsamen Überfall.

Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Andreas Vogt, zugleich Organisator des Kurz-Jubiläums, lasen diese Episoden aus dem Roman "Der Sonnenwirt" in der Stadtbibliothek. Sie zeigten sich dabei als geübte, lebhafte Vorlesende. Gebannt folgten ihnen über 30 Zuhörer.

Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hatte den Freunden der Stadtbibliothek Reutlingen bereits vor der Veranstaltung für die Dauerlesung des Romans "Der Sonnenwirt" von Hermann Kurz gedankt. Es ist ein Beitrag des Vereins zum 200. Geburtstag des aus Reutlingen stammenden Autors. Jeden Dienstag wird ab 17 Uhr eine Stunde lang am Ovalen Tisch in der Stadtbibliothek Reutlingen aus dem Roman von 1854 vorgelesen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Christian D. Fritsch. Gestartet hat die Fortsetzungslesung im April, sie geht noch bis in den Oktober. Am nächsten Dienstag aber wird unterbrochen. Christa Gmelch und Christian D. Fritsch lesen dann die Erzählung "Verbrecher aus verlorener Ehre" von Friedrich Schiller. Sie hat denselben historischen Hintergrund wie der Roman von Kurz.