Die Ausstellung, die im Rahmen des Festivals Kultur vom Rande (wir berichteten) entstanden ist, zeigt rund 40 Design-Objekte aus elf Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus ganz Deutschland. Diese Werkstätten gehen neue Wege der Gestaltung und Fertigung und stellen mit ihren Ideen gewohnte Sichtweisen auf den Kopf: Kronen werden zu Papierkörben, Bürsten zu Stifthaltern oder Brotkörbchen, Verpackungsbänder zu Lampen und Tennisbälle zu Geschirrtuchhaltern. Taschen aus Markisenstoff oder Fahrradschläuchen lassen sich ebenso in der Ausstellung finden wie Espressotassen-Paare mit dem Namen Lissi und Sissi oder Porzellandosen für Gewürze mit filigranen Mustern.

Für das Design dieser Produkte werden altbewährte Techniken neu interpretiert, bekannte Materialien erhalten eine neue Form und Verwendung. Designer mit und ohne Behinderung arbeiten dabei gemeinsam an der Umsetzung ihrer Ideen. Die Kooperation sieht ganz unterschiedlich aus: Manche Ideen entstehen in Kooperationen mit Kunsthochschulen, andere in begleiteten Designprojekten oder direkt in den Werkstätten selbst. Heraus kommt dabei Neues, Originelles, Nützliches, Einfaches, aber auch Unerwartetes und Erstaunliches.

Die Ausstellung ist ein Projekt der Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen in Zusammenarbeit mit dem Reutlinger Kulturamt. Organisiert wurde sie von Désirée Lempart, Jannika Liehr, Lisa Prieschl und Lena Silber.

Die ausgestellten Design-Objekte werden, wie angekündigt, zum Ende der Ausstellung verkauft. Bereits im Lauf der Ausstellung hatten Besucher die Möglichkeit, sich ihre Lieblingsobjekte vormerken zu lassen.

Info Am Dienstag, 29. Juli, 15 bis 17 Uhr, und am Mittwoch, 30. Juli, von 10 bis 15 Uhr können die Gegenstände in der Ausstellung bezahlt und abgeholt werden. Auch für Kurzentschlossene besteht an diesen Tagen noch die Möglichkeit, Ausstellungsstücke zu erwerben.