Wie groß die Zeitspanne von einem hal­ben Jahrhundert ist, demonstrierten die Schüler der Pfullinger Schlossschule am Donnerstagabend bei der 50-Jahr-Feier und gleichzeitigen Einsetzung der neuen Rektorin Sabrina Sandhu. In der knapp dreistündigen Veranstaltung nahmen  die Schüler die anwesenden Gäste mit auf eine Zeitreise. Neben vielen Bildern und einem kleinen Film wurden die vergangenen fünf Jahrzehnte auch musikalisch von den verschiedenen Klassenstufen dargestellt. Hauptakt an diesem Abend war jedoch die Einsetzung der neuen Rektorin Sabrina Sandhu, die mit jeder Menge Vorschusslorbeeren bedacht wurde. „Sie sind die Zukunft der Schlossschule. Auch wenn es eine herausfordernde Aufgabe werden wird, wissen wir, was Sie können und dass Sie eine absolute Teamplayerin sind“, sagte der Leitende Schulamtsdirektor Roland Hocker bei der Einsetzung. Ihm ist es auch in der Zukunft ein wichtiges Anliegen, dass der Blick auf das Kind weiterhin der Schwerpunkt in der Grundschule sein muss und dass man bei Veränderungen bei sich selbst anfangen muss. „Nur dann kann man wirklich was bewegen“, sagte Hocker.

Der stellvertretende Bürgermeister Martin Fink (UWV) hob bei seinem Grußwort die Bedeutung des Standorts in Verbindung mit dem Prinzip der kurzen Schulwege in Pfullingen hervor. Und wie es sich für einen guten Gast gehört, hatte Fink auch gleich zwei Geschenke mit im Gepäck. Neben einem Korb Pfullinger Spezialitäten für Rektorin Sandhu überbrachte er die Nachricht, dass die Schlossschule einen neuen Schriftzug an markanter Stelle bekommen soll. „Die Übergabe soll im Rahmen einer kleiner Feier mit dem kompletten Lehrerkollegium und allen Schüler der Schlossschule stattfinden“, sagte Fink. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Simone Sättele erhielt von Seiten der Eltern bisher nur positive Rückmeldungen zur neuen Chefin. „Wir haben mit Frau Sandhu eine geeignete Nachfolgerin für Rainer Gonser gefunden“, sagte sie und zitierte in diesem Zusammenhang auch eine Schülerin, die sie auf dem Schulhof zur neuen Rektorin befragt hatte. „Sie ist jung, nicht so alt wie Herr Gonser, und sie ist nett. Ich glaube, das kann was werden.“

Sichtlich gerührt übernahm die nun offiziell eingesetzte Rektorin das Mikrofon und bedankte sich bei ihren Vorrednern. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Schulleiterrunde funktioniert super, und bei einem so offenen und sehr engagierten Kollegium ist der Einstieg auch überhaupt nicht schwer gefallen“, sagte Sandhu und warf zugleich einen kleinen Blick in die Zukunft: „Wir wollen die Grundschule weiter stärken, den Digitalpakt nutzen und Individualisierung weiter fördern.“