Reutlingen 365 Tage und Nächte im Jahr einsatzbereit

Tagesmütterverein und Hochschule haben jetzt ein Notfallbetreuungsangebot für Kinder eröffnet (von links): Prof. Dr. Petra Groß-Kosche, Sabine Spiegel, die fünf Tagesmütter und Servicestellenleiterin Gabriele Efferenn. Foto: Privat
Tagesmütterverein und Hochschule haben jetzt ein Notfallbetreuungsangebot für Kinder eröffnet (von links): Prof. Dr. Petra Groß-Kosche, Sabine Spiegel, die fünf Tagesmütter und Servicestellenleiterin Gabriele Efferenn. Foto: Privat
SWP 31.03.2012
365 Tage und Nächte im Jahr einsatzbereit? Das haben sich Tagesmütterverein und Hochschule als Ziel gesetzt und dieser Tage ein Notfallbetreuungsangebot für Kinder eröffnet, heißt es in einer Mitteilung.

Überraschende Situationen, in denen das eigene Kind nicht wie geplant betreut werden kann, gibt es viele: Der Babysitter wird krank und niemand anderes hat Zeit oder ein Termin verschiebtsich nach hinten, obwohl das Kind doch gerade aus dem Kindergarten kommt. Die Hochschule hat nun für ihre Mitarbeiter, Professoren und bald auch Studierenden ein Angebot geschaffen, das genau für solche Notfälle gedacht ist: KuKiTapf - die Kurzfristige Kindertagespflege.

Nach dem Campus-TigeR ist KuKiTapf bereits das zweite individuelle Betreuungsangebot der Hochschule in Zusammenarbeit mit dem Tagesmütterverein. Im Gegensatz zur geregelten Kindertagespflege verbirgt sich hinter dem Namen eine Notfallbetreuung, die in unerwarteten Situationen, in denen sich Engpässe in der Betreuung der eigenen Kinder ergeben, greifen soll. Dafür stehen fünf Tagesmütter hier in Reutlingen an 365 Tagen und Nächten im Jahr bereit.

Die Hochschule blockt "Brückenplätze" bei den Tagesmüttern, die so neben ihren drei Regeltageskindern jederzeit zwei zusätzliche "Notfall-Kinder" im Alter von null bis zwölf Jahren aufnehmen können. Bei Bedarf rufen die Eltern die ausgewählte Tagesmutter kurzfristig an und bringen dann zum gewünschten Zeitpunkt ihr Kind ins Haus der Tagesmutter. Das Kennenlernen erfolgt bereits vor dem möglichen Notfall. Nachdem ein Betreuungsvertrag abgeschlossen wurde, kann das Zusammentreffen losgehen. Einmal im Monat findet dafür ein Aktivnachmittag statt. Zusätzlich bietet jede Tagesmutter wöchentlich einen Kontaktnachmittag an, bei dem sie und ihre Familie in häuslicher Umgebung besucht werden können. Gabriele Efferenn, Leiterin der Servicestelle Familie, hofft, dass das neue Betreuungsangebot gut angenommen wird. "Wir möchten damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur familiengerechten Hochschule leisten und unseren Beschäftigten und Studierenden einen Rückhalt für Notfälle geben."