Listhof 3000 Euro für neue Gartengeräte

Die Schüler der Eduard-Spranger-Schule freuen sich gemeinsam mit den Vertretern der Bürgerstiftung und des Listhof-Fördervereins über die neuen Gartengeräte.
Die Schüler der Eduard-Spranger-Schule freuen sich gemeinsam mit den Vertretern der Bürgerstiftung und des Listhof-Fördervereins über die neuen Gartengeräte. © Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / Ralph Bausinger 03.04.2018

Helmut Treutlein ist über jede Spende froh. „Wir sind ein Laden, der auf Kante genäht ist“, sagte der SPD-Stadtrat und Vorsitzende des Fördervereins, der das Umweltbildungszentrum Listhof trägt. Das jährliche Budget liegt bei rund 400 000 Euro, davon ist knapp die Hälfte durch staatliche und kommunale Zuschüsse gedeckt. Vor allem im investiven Bereich sei der Listhof auf Spenden angewiesen.

Da kam der Scheck, den Dr. Hans Hammann und Dr. Ingo Wolff von der Bürgerstiftung Reutlingen dieser Tage überreichten, gerade recht. Damit wurden Spaten, Schubkarren, Rechen und Schaufeln für die Gartenarbeit angeschafft. „Die Schüler sollen lernen, dass Salat und Gurken nicht aus dem Supermarkt kommen“, betonte Treutlein. Darüber hinaus machten die Schüler auch die Erfahrung, dass etwas selbst Angebautes einfach besser schmeckt.

„Wenn es der Bürgerstiftung mit relativ einfachen Mitteln gelingt, Nachhaltigkeit zu fördern, ist das eine tolle Sache“, freute sich Hammann, der Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist. Die Stiftung verstehe sich als eine „Art Schnittstelle“ für die Verteilung der eingegangenen Spenden. Allein im vergangenen Jahr hat die Stiftung fast 54 000 Euro an 18 Projekte verteilt. Der Großteil stammt aus Spenden, den Erträgen eines Benefizessens und Zinseinnahmen. Hammann ist stolz darauf, dass es der Stiftung mit ihren Patenschaften gelingt, die Fixkosten zu finanzieren, sodass die anderen Erlöse zu 100 Prozent ausgeschüttet werden können.

Die Arbeit im Umweltbildungszentrum ist inzwischen ein fester Bestandteil im Lehrplan der Fünftklässler der Eduard-Spranger-Schule. Seit 2011 läuft das Projekt, aber schon vorher hatte es Ganztagesangebote gegeben. Vier Wochen lang arbeiten zehn Jungen und Mädchen von Montag bis Donnerstag im Umweltbildungszentrum mit. Sie versorgen die Tiere, bereiten die Hochbeete vor, säen aus und pikieren. „Wir verwerten alles, was wir ernten“, erzählte Lehrerin Irene Mutschler. Die Spranger-Schule verfügt auf dem Listhof über eigene Hühner, deren Eier  schulintern vermarktet werden. Darüber hinaus sind die Schüler  in der Landschaftspflege tätig oder reparieren Nistkästen.

„Das sind ganz tolle Erfahrungen für die Kinder“, sagte Irene Mutschler, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Frauke Sauerbrei die Gruppen betreut. Die Schüler erlernten nicht nur neue Kompetenzen, sondern lernten auch, Verantwortung zu übernehmen: „Sie kehren damit gestärkt ins Schulleben zurück.“

Wolff lobte die „tolle Leistung“ der Sprangerschule. Von Beruf selbst Lehrer weiß er aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, Fächer übergreifend so viele Stunden für das Projekt freizublocken. Sein Fazit: „Es bleibt auf jeden Fall etwas hängen.“

Listhof – eine kleine Bilanz

Rund 8000 Personen haben im vergangenen Jahr an Veranstaltungen von Schulen im Umweltbildungszentrum Listhof teilgenommen. Davon kamen, so der Vorsitzende des Fördervereins, Helmut Treutlein, 62 Prozent aus Reutlingen und weitere 15 Prozent aus dem Landkreis. Am stärksten vertreten sind dabei die Grundschulen. Darüber hinaus gab es 2017 rund 8000 Übernachtungen im Gästehaus. rab

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