Reutlingen 169. Todestag: Kranz am List-Denkmal

PAN 01.12.2015

Am Montag jährte sich zum 169. Mal der Todestag von Friedrich List, der sich am 30. November 1846 im österreichischen Kufstein das Leben genommen hatte. Dem berühmtesten "Sohn" der Stadt, Nationalökonom, Eisenbahnpionier, Politiker und Publizist wurde 1862 durch den Reutlinger Liederkranz in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof ein Denkmal gesetzt. In Vertretung von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch legte Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister Alexander Kreher, zusammen mit Stadtarchivar Dr. Roland Deigendesch sowie den Vertretern des Liederkranzes, Vorsitzender Gerhard Mench und dessen Stellvertreter Alexander Radecki und Monika Staudt, einen Kranz nieder. Alexander Kreher erinnerte daran, dass Friedrich List nicht nur durch das List-Gymnasium oder das List-Archiv allgegenwärtig ist und das Stadtarchiv erst unlängst einen List-Briefwechsel erworben hat. Nächstes Jahr erscheint außerdem an der Hochschule eine neue Publikation. Bei allen Diskussionen um Themen wie die Globalisierung sei der Name Friedrich List nicht weit. Kreher sprach bei der Kranzniederlegung die Flüchtlingsproblematik an und sagte, dass Deutschland zu Lists Zeiten nicht Ziel, sondern aus wirtschaftlichen Gründen Auswanderungsland gewesen sei. Und bei Lösungsansätzen in dieser Hinsicht stehe man "auf den Schultern" von Friedrich List.