Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka  Uhr
Die Aussagekraft dieser Plakate tendiert gegen Null, kritisiert Edwin Ruschitzka

Man kann ja zum Nuxit stehen, wie man will. Nachdem aber der Stadtrat dazu mehrheitlich ein beantragtes Bürgerbegehren abgelehnt hat, liegt der Ball allein im Feld der Staatsregierung und des bayerischen Landtags. Sie müssen darüber befinden. Und nur sie!

Jetzt sammeln die Nuxit-Gegner landauf, landab eifrig Unterschriften für eine Petition mit dem Ziel, dass Neu-Ulm im Landkreis verbleibt. Dem wollen die Nuxit-Befürworter mit einem Imageplakat begegnen, was ihr gutes Recht ist. Aber die Aussagekraft dieser Plakate tendiert gegen Null. Was soll transportiert, wer soll damit erreicht werden? Wer gegen den Nuxit ist, wird die Petition unterstützen, damit aber lediglich einen Wunsch äußern. Und wer für die Kreisfreiheit ist, der trägt sich halt nicht in die Petitionslisten ein. So einfach ist das.

Diese von CSU, SPD, Grünen und PRO initiierte Werbekampagne hätte bei einem Bürgerentscheid sehr viel mehr Sinn gemacht. Diesen haben aber die Nuxit-Befürworter im Stadtrat im Mai erfolgreich verhindert. Die Neu-Ulmer haben jetzt nichts mehr zu melden.

Verheerend steht die SPD in Neu-Ulm da, die sich abermals als völlig zerstritten präsentiert. Was sie nicht nur beim Nuxit ist. Angesichts des Niedergangs der Sozialdemokratie im Allgemeinen sind die Befindlichkeiten in der Neu-Ulmer SPD wirklich tragisch.