Genehmigungen für Veranstaltungen Vereine bekommen eine Übersicht von der Stadt

Neu-Ulm / Christine Liebhardt 09.02.2019

Wie kann man es Vereinen leichter machen, sich im Dickicht der städtischen Verwaltung mit all ihren verschiedenen Fachabteilungen und Genehmigungen zurechtzufinden? Dazu hatte die SPD einen Vorschlag: In einem Antrag hatte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Schäufele gefordert, einen zentralen Ansprechpartner einzurichten, bei dem Vereine Veranstaltungen beantragen und sich beraten lassen können. Mit dieser Anregung ist er im Ausschuss für Bildung, Familie und Kultur allerdings krachend gescheitert.

Weil es in der Verwaltung oft mehrere Ansprechpartner für ein Vereinsanliegen gibt, würde „eine zwischengeschaltete Stelle den Prozess nur verlangsamen“, beschied Mareike Kuch. Die Leiterin der Abteilung Schule, Sport, Kultur und Freizeit schlug deshalb stattdessen vor, eine Art „Veranstaltungs-ABC“ zu erstellen: eine Übersicht zu den notwendigen Genehmigungen sowie den jeweils zuständigen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Nur ein kleiner Schritt

„Es ist richtig, dass man das irgendwo nachlesen können muss“, sagte Mechthild Destruelle (Grüne). „Ein zentraler Ansprechpartner kann nur Vermittler sein“, befand Ursula Hörger (CSU). „Das erscheint und als unnötige Arbeit und Zeitverschwendung.“ Antragsteller Ulrich Schäufele beharrte auf seinem Punkt: Wenn jemand ehrenamtlich Vorstand ist, solle man es ihm so leicht wie möglich machen. Die Broschüre sei ein erster kleiner Schritt, der aber nicht ausreiche. „Viele Vereine haben uns angesprochen.“

Das wiederum erzürnte den Oberbürgermeister. „Bei mir hat sich niemand beschwert“, wiederholte Gerold Noerenberg mehrfach. „Wenn es irgendwo klemmt, helfe ich sofort, es abzustellen.“ In dem SPD-Vorschlag könne er keine Verbesserung erkennen, nur eine Personalmehrung. Für ihren Antrag stimmte außer der Fraktion nur Christina Richtmann (FWG).

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