Kfz-Handel Toyota wieder in Ulm/Neu-Ulm vertreten

Die Werbeplakate sind schon mal da: Bei Wuchenauer setzen Susanne Brosig-Wuchenauer, Karl-Heinz Brosig und Klaus Wuchenauer (von links) auf die neue Kooperation mit Toyota.
Die Werbeplakate sind schon mal da: Bei Wuchenauer setzen Susanne Brosig-Wuchenauer, Karl-Heinz Brosig und Klaus Wuchenauer (von links) auf die neue Kooperation mit Toyota. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm / Frank König 12.09.2018

Überraschender Wandel im regionalen Automobilhandel. Das Neu-Ulmer Autohaus Wuchenauer übernimmt die Marke Toyota, die seit der Insolvenz des Autohauses Eitel 2015 vakant war. Eitel verfügte damals über jeweils einen Standort in Ulm und Neu-Ulm. Für Klaus Wuchenauer spielt bei der Neuorientierung eine wichtige Rolle, dass Toyota als „Vollsortimenter“ die ganze Fahrzeugpalette von kleinen bis zu großen Wagen produziert, während die Stammmarke Nissan dies nicht mehr bieten könne.

Öko-Ausrichtung stimmt

Bei Toyota stimme im Konzern außerdem die ökologische Ausrichtung mit zahlreichen Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Nicht zuletzt war die Familie Wuchenauer bei einem Besuch in der Deutschland-Zentrale in Köln beeindruckt von der korrekten japanischen Art. Die Partnerschaft läuft im Zuge einer Werbekampagne schon im September an und beginnt formell zum 1. Oktober. Wuchenauer will 2019  dann rund 200 Toyota-Modelle verkaufen.

Für die Stammkunden der Marke Nissan gilt freilich: „Bei Nissan ändert sich vorerst nichts.“ Wuchenauer war europaweit sogar eines der ersten Autohäuser, das die Fusion von Renault und Nissan am Standort an der Europastraße umgesetzt hatte. Außerdem führt das Familienunternehmen die Marke Dacia. Mit den drei Marken Renault, Nissan und Dacia ist Wuchenauer zuletzt so stark gewachsen, dass der 2001 bezogene Standort im Gewerbegebiet Schwaighofen inzwischen zu klein ist. Klaus Wuchenauer: „Wir platzen aus allen Nähten:“

Wuchenauer hat daher auch schon vorsorglich in Ulm wegen eines zusätzlichen Standorts auf dem Moco-Areal an der verkehrsgünstigen Blaubeurer Straße angefragt, sieht an der Stelle aber realistischerweise Ulmer Betriebe im Vorteil bei der Vergabe.

Angesichts der neuen Kooperation mit Toyota hat Wuchenauer auch bereits die Zahl der Beschäftigten aufgestockt: auf insgesamt rund 60 Mitarbeiter. Das Neu-Ulmer Unternehmen verkauft jährlich 1500 bis 2000 neue und gebrauchte Fahrzeuge und verfolgt eine schwäbisch-konservative Geschäftspolitik. Das Kapital bleibt im Unternehmen, so dass auch der Fahrzeugpark auf dem Hof  bezahlt ist. Wuchenauer: „Wir finanzieren nicht fremd.“

Gesamtfläche an der Ecke Otto-Renner- und Von-Liebig-Straße: 18 000 Quadratmeter. Dort gibt es nun aber, wie berichtet, Probleme mit der Erreichbarkeit wegen der B 10-Großbaustelle.

Wuchenauer war zunächst in einem gewächshaus-ähnlichen Gebäude in der Messerschmittstraße untergebracht und hatte sich seit jeher den Titel „Das grüne Autohaus“ gegeben. Mit den Pilz- und Apfelausstellungen im Herbst zieht Wuchenauer stets ein großes Publikum an.

Einer der größten Autohersteller

Konzern Toyota zählt mit VW und GM zu den drei weltgrößten Automobilherstellern. Die Japaner produzierten 2017 rund neun Millionen Fahrzeuge, mit weltweit fast 370 000 Mitarbeitern. Umsatz: 228 Milliarden Euro.

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