Seine Figur „Antoine“ hat Kultstatus erreicht. Jetzt überrascht Tedos „Teddy“ Teclebrhan mit Anworten auf die Fragen, die Fans seit Jahren unter den Nägeln brennen.

Teddy, am 9. Mai 2020 freuen wir uns auf „Die Teddy Show 2020“ in der Ratiopharm-Arena. Was gibt es für Überraschungen?

Das ganze Programm wird eine Überraschung, mit allen üblichen Verdächtigen.

Erinnerst du dich an den Moment, an dem du das erste Mal jemanden zum Lachen gebracht hast?

Meine Mutter war die erste Person, die ich zum Lachen gebracht habe. Meine erste Moderation hatte ich mit 16, beim „Umsonst und draußen“-Festival in Mössingen. Ich hatte schon immer Bock darauf, auf die Bühne zu gehen und Leute zum Lachen zu bringen.

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Welchen Witz würdest du Angela Merkel erzählen?

(Teddy zögert): Ich kenn’ eigentlich nur zwei. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt Witze erzählen kann. Ich bin Geschichtenerzähler! Ich erzähle also was aus meinem Leben.

Welcher Gag geht immer?

Wenn Stille entsteht, zu sagen: Woooho, let´s go…!

Und Antoine, oder?

Ja, der geht für mich auch immer!

Wenn du auf einer Bühne stehen könntest, auf der du die ganze Welt mit einem Satz erreichst: Was würdest du sagen? Und in welcher Rolle?

Ich würde den ersten Teil des Satzes als Teddy sagen: „Schön, dass ihr da seid“ und dann mit meiner Band singen: „Jetzt lasst uns mal richtig schön genießen.“

Antoine, Percy, Lohan Cohan, Carlos, Guido, Ringo Fleischer, Ernst Riedler. Kommst du bei so vielen Charakteren manchmal durcheinander?

Nein. Die Stimmen waren schließlich schon da, bevor es die Charaktere dazu gab. Es gelingt mir ganz gut, von der einen Figur in die andere zu springen. Alles eine Frage der Konzentration! Der Wechsel von Antoine zu Ernst Riedler erfordert etwas mehr Konzentration, weil Antoine so ganz anders tickt als Ernst Riedler.

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„Lohn Isch Da“ ist mit sieben Millionen Klicks in drei Monaten praktisch durch die Decke gegangen. Wo bekommt man die Jacke, die Antoine im Video trägt?

Das werde ich so oft gefragt. Wir arbeiten daran. Mehr kann ich noch nicht verraten.

Tosender Applaus, Interaktion mit dem Publikum. Diese Mischung aus Wahnsinn, Stereotypen, schwäbischem Kleingeist und Handshakes mit deinen Fans: Hast du dir all das über Nacht ausgedacht? Wie ist das abgelaufen?

Die Idee kam mir einfach so, in der Garderobe! Ich war zehn Monate beim Musical. Am Ende des Engagements saß ich in der Garderobe und überlegte, was ich möchte. Eine Fernsehshow! Also habe ich das Geld, das ich noch hatte, für ein Demoband ausgegeben, bin einfach raus und hab gedreht. Den schwäbischen Dialekt kann ich, weil ich in Schwaben aufgewachsen bin.

Du produzierst Gags wie am Fließband. Woher nimmst du die ganze Zeit und vor allem die Ideen?

Die Ideen? Das passiert einfach! Ich habe viel gearbeitet die letzten Jahre, Kamera an und einfach gedreht. Diesen Sommer saß ich lange Zeit im Büro, um die Ideen für das neue Tourprogramm auszuarbeiten. Einmal hat mich im Büro eine Wespe direkt unters Auge gestochen, und ich dachte – hey, ein Zeichen! Das wird eine Nummer für mein neues Programm!

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Bei TV Total hatte man den Eindruck, dass du Stefan Raab auch mal sprachlos gemacht hast…

Stefan Raab war einer der wenigen, die mir komplett Freiraum gelassen haben. Wenn ich meine Momente hatte, ließ er das einfach zu, deshalb war ich auch so oft da. Mal waren sieben Minuten eingeplant und ich war siebzehn Minuten da. Alles ist erst aus dem Moment entstanden, ich wusste zuvor nie, was ich mache.

Der Gag entwickelt sich also aus der Situation heraus? Aus dem Druck, dass da jetzt was passieren muss?

Ja, oder einfach auch, dass da nichts passieren muss.

Was hast du in nächster Zeit geplant?

Bis kurz vor Weihnachten bin ich auf Clubtour. Nächstes Jahr stehen ein neuer Film, meine 1:30 Show und die große Tour an.