Vom frühen Morgen an sind die Feuerwehren im gesamten Landkreis Neu-Ulm im Einsatz. „Es sind zahlreiche Feuerwehren draußen“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Wilhelm Schmid auf Anfrage. Bis zum Mittag waren insgesamt 70 Einsätze zusammengekommen. Der Grund dafür sind vielfach Bäume, die wegen des Sturmtiefs Sabine auf die Straßen gestürzt sind. Berufspendler meldeten die blockierten Bereiche am frühen Morgen. Aufgrund des angekündigten Sturms waren in größeren Wachen Bereitschaften eingerichtet worden, um schnell ausrücken zu können. Beispielsweise in Illertissen. Um vier Uhr morgens sind dort die ersten Einsätze aufgelaufen, berichtet Schmid. Um 6 Uhr wurde – wie andernorts auch – Vollalarm ausgelöst. Das bedeutet, dass alle Feuerwehrleute, die können, zur Wache kommen.

Straßen gesperrt

Stellenweise wurden auch Straßen, die durch Wälder führen, gesperrt. Etwa der Tiefenbacher Weg zwischen Illertissen und Betlinshausen. Diese Straße sei wenig befahren, erklärte Schmid. Mit der Sperrung sollten die Feuerwehrleute auch nicht unnötig riskanten Situationen ausgesetzt werden.

„Seit kurz nach Mitternacht sind die Kameraden der Feuerwehr Weißenhorn im Einsatz, um zahlreiche umgeknickte Bäume zu beseitigen“, teilten die Weißenhorner Feuerwehrleute am Morgen auf Facebook mit. „Insgesamt wurden bis jetzt 6 Einsatzstellen mit 9 querliegenden Bäumen beräumt.“ Die seit 4 Uhr angeordnete Sitzbereitschaft wurde genutzt, um Kontrollfahrten durch das Gemeindegebiet durchzuführen, um weitere Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Stromausfall in Nersingen

Zu schweren Unfällen sei es bis zum Vormittag nicht gekommen, so Schmid. Zwischen Dietenheim und Wain ist offenbar ein Bus von umgestürzten Bäumen blockiert worden. Schon in der Nacht war in der Neu-Ulmer Hauptwache vorsichtshalber die Kreiseinsatzzentrale besetzt worden.

Zudem ist in der Region zu Stromausfällen gekommen, darunter in Staig im Alb-Donaukreis und im Nersinger Ortsteil Straß im Landkreis Neu-Ulm.