Kommentar Besuch bei Evobus: Starkes Signal von Daimler

Unser Lokalredakteur Frank König hält den Daimler-Vorstandsbesuch bei Evobus für gelungenes Format mit Vorbildcharakter für andere Industriekonzerne.
Unser Lokalredakteur Frank König hält den Daimler-Vorstandsbesuch bei Evobus für gelungenes Format mit Vorbildcharakter für andere Industriekonzerne. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / Frank König 06.11.2018
Mit dem lockeren Willkommen für den beruflichen Nachwuchs hat der Konzern nun auch bei Evobus das richtige Format gewählt.

Angesichts der rückläufigen Zahlen bei Schulabgängern müssen sich viele Unternehmen längst etwas einfallen lassen, um Nachwuchs vor allem für gewerblich-technische Berufe zu finden. Denn weder im Handwerk noch in der Industrie sind schon die vorausgesagten vernetzten Roboter am Werk.

In diesem Kontext läuft bei Daimler mit der global bedeutenden Marke Mercedes eine bemerkenswerte Initiative: Die Konzernvorstände, auch Vorstandschef Dieter Zetsche, heißen in verschiedenen Werken die neuen Azubis willkommen.

Sie sollen die Mobilität der Zukunft gestalten, sagte am Montag Compliance-Vorstand Renata Jungo Brüngger bei ihrem Besuch im Setra-Werk von Evobus in Neu-Ulm. Dabei ließ sie sich auch mal den Umgang mit einer Metallfeile, einer Nähmaschine für die Omnibussitze oder einer virtuellen Lackierpistole erklären – ein gelungenes Format, das Vorbildcharakter für andere Industriekonzerne hat.

Zwei ausgelernte Fachkräfte für Metall mit Migrationshintergrund begrüßte Brüngger sogar per Handschlag: Tunde Bamidele aus Nigeria und Shamraiz Abbas aus Pakistan – ein Zeichen, dass Flüchtlinge mit guten Deutschkenntnissen in der Industrie Fuß fassen können. Bei Mittelständlern sind die Chefs ohnehin näher an der betrieblichen Realität dran – gleichwohl setzt Daimler mit dieser Azubi-Aktion das richtige Signal.

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