Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat eine Gruppe mutmaßlicher Drogenhändler dingfest gemacht. Drei Männer sitzen wegen des Verdachts auf banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandel in Untersuchungshaft, wie die Beamten am Montag mitteilten. Sie sollen Rauschgift aus dem europäischen Ausland nach Deutschland gebracht haben.

300 Gramm Kokain aus den Niederlande

Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen hätten die Beamten am frühen Freitagmorgen zugegriffen, hieß es. Sie stoppten einen aus den Niederlanden kommenden Wagen der Gruppe an der Autobahnabfahrt der A8 in Günzburg und nahmen einen 23-Jährigen und einen 19-Jährigen fest. Im Fahrzeug fanden die Beamten - professionell in einem Schmuggelversteck verbaut - 300 Gramm hochwertiges Kokain.

Vier Wohnungen und eine Shisha-Bar durchsucht

Anschließend durchsuchten die Beamten vier Wohnungen und eine Shisha-Bar im Raum Günzburg, darunter auch die Wohnungen von zwei weiteren jeweils 21-Jährigen mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppe. Die Einsatzkräfte stellten weitere Drogen, Schreckschusswaffen und nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände sicher. Gegen die beiden Fahrzeuginsassen und einen der 21-jährigen Männer erließ das Amtsgericht Memmingen Haftbefehle.