150 Zuschauer an einem regnerischen Mittwoch – für das Dietrich-Theater in Neu-Ulm mit elf Sälen ist das eigentlich wenig. Doch am ersten Tag nach der Corona-Pause legt das Kino andere Maßstäbe an. „Es war einfach schön, wieder Gäste zu haben“, sagt Sebastian Schmid, der Gesamtleiter Kino bei der Sailer GbR.

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Ulm

Der Termin wurde bewusst gewählt:  Am 17. Juni feierte das Kino seinen 27. Geburtstag. Da Neuerscheinungen großer Studios auf sich warten lassen, hat es eine „Best of“-Reihe entwickelt, die sich auch an der Geschichte des Dietrich-Theaters orientiert. Zum Beispiel läuft „Jurassic Park“, ebenfalls Jahrgang 1993,  oder „Der Schuh des Manitu“, der besucherstärkste Film in der Geschichte des Neu-Ulmer Kinos.

Neuer Film „Guns Akimbo“

Entschieden wehrt sich Schmid gegen die Behauptung, es gebe derzeit keine neuen Filme. Nächste Woche erscheint mit „Guns Akimbo“ eine Actionkomödie mit dem „Harry Potter“-Star Daniel Radcliffe. Nun sei die ideale Zeit, kleinere Titel zu entdecken, die sonst untergingen, sagt Schmid.
Auch die „Sneak Preview“, eine Reihe mit Überraschungsfilmen, die vor dem offiziellen Kinostart gezeigt werden, nimmt das Dietrich-Theater am Montag, 22. Juni, 21.30 Uhr, wieder auf. Schmid: „Ich bin sehr zufrieden mit der Liste.“
Dass der sehnsüchtig erwartete Nolan-Film „Tenet“ auf Ende Juli verschoben wurde, sieht er gelassen. „Wir haben uns an das Warten gewöhnt.“ Das Kino wolle die Zeit bis dahin nutzen: „Wir haben nun Gelegenheit, den Leuten zu zeigen, dass Kino sicher ist.“
Derzeit dürfen in Bayern maximal 50 Personen in den Saal – bei ausreichendem Abstand. Kommende Woche soll die Beschränkung auf 100 Personen erhöht werden. Den Mundschutz darf der Gast während der Vorführung des Films abnehmen.