Der Neu-Ulmer Jäger und Großtierexperte Elmar Zeller ist sich sicher: Bei dem Vierbeiner, der am Dienstabend zwischen Holzschwang und Hausen von einem Auto angefahren wurde, handelt es sich um einen Wolf. Genauer gesagt, um eine Wölfin, gut zwei Jahre alt. „Der schlanke, durchtrainierte Körper und der große Kopf deuten darauf hin“, sagt der Steinheimer. Er hat den Wolf am Mittwochmorgen abgeholt, das Tier war erst bei Tagesanburch rund 100 Meter von der Unfallstelle entfernt am Straßenrand entdeckt worden.

Mutmaßlicher Wolfskadaver auf dem Weg nach Berlin

Bei einem Tierarzt in Nersingen wurde der mutmaßliche Wolf geröntgt, um die Todesursache festzustellen: „Er hat eine Schädelfraktur, die nur vom Unfall herrühren kann.“ Derzeit befinde sich der Kadaver auf dem Weg nach Berlin, wo er eingehend untersucht werden soll. Ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, wird erst in einigen Tagen feststehen, sagt Zeller. Er jedenfalls, wie auch der Tierarzt und die Fachfrau am Landesamt für Umwelt gehen fest davon aus.