Anti-Terror-Einsatz in der Ratiopharm-Arena: Während starke Polizeikräfte das Gebiet rund um die Halle hermetisch abriegeln, dringen Einsatzkräfte in das Gebäude ein. Ein lauter Knall und Schüsse sind zu hören. Nach Lage der Dinge hat sich ein schwerbewaffneter Attentäter im Foyer verschanzt und Geiseln genommen.

Katastrophenschutzübung in Neu-Ulm täuschend echt

Ein Szenario, das glücklicherweise nur gestellt und ein Teil der groß angelegten Katastrophenschutzübung war, die in der Neu-Ulmer Innenstadt und im Landkreis Neu-Ulm im Bereich Kellmünz, Weiler und Osterberg täuschend echt über die Bühne ging. Die koordinierende Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Neu-Ulm hat den Inhalt der sogenannten Vollübung streng geheim behandelt. Niemand der rund 500 Beteiligten von Polizei, Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz und anderen Diensten wusste, was auf sie zukommen würde, damit eine möglichst reale Einsatzsituation simuliert werden konnte.

Ratiopharm Arena: Blutverschmierte Opfer, toter Täter

Und an Realitätsnähe herrschte wahrlich kein Mangel, wie der Blick ins Arena-Foyer zeigte, das ein Bild des Schreckens offenbarte: Auf dem Boden kauerten blutverschmierte Opfer des Schusswechsels, zum Teil wimmernd, aber auch nach Hilfe schreiend. In einem Eingangstunnel zur Halle lag der von Polizeikugeln zur Strecke gebrachte Täter, der noch eine Sprengstoffwerte trug.

Zugleich war die Übung ein erster Härtetest für die neue Kommunikations- und Einsatzzentrale im ehemaligen Atombunker des Landratsamts, wo alle Drähte zusammenliefen und die Informationen in Echtzeit bearbeitet und entsprechende Maßnahmen getroffen wurden, um den Krisenfall zu beherrschen.

Sowohl die technische Energie-Problematik im südlichen Landkreis als auch die Terrorgefahr in der Arena wurden von den Einsatzkräften, wie es hieß, zufriedenstellend bewältigt.

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