Hochschule Neu-Ulm Arbeitgeberpreis: Neue Arbeit muss mehr Sinn machen

Bei der Verleihung (v. l.): Clemens Keller (Seeberger), Prof. Fabian, Hubert Hummel (Liebherr), Prof. Kracklauer, Heike Tyrtania (Daimler TSS), Wolfgang Bierer (Zwick).
Bei der Verleihung (v. l.): Clemens Keller (Seeberger), Prof. Fabian, Hubert Hummel (Liebherr), Prof. Kracklauer, Heike Tyrtania (Daimler TSS), Wolfgang Bierer (Zwick). © Foto: Oliver Schulz
Neu-Ulm / kö 15.11.2018
Die Hochschule Neu-Ulm verleiht wieder die Arbeitgeberpreise: Hauptgewinner ist diesmal die Firmengruppe Liebherr.

Die Führungskräfte von morgen erwarten von Firmen eine sinnstiftende Arbeit, Stichwort: New Work. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – vermehrt für Männer –, flexible Arbeitsformen mit Home Office und Auszeiten bis zu einem Jahr (Sabbatical) sowie flache Hierarchien mit Vorgesetzten, die sich als „Feedback-Geber und Mentoren“ verstehen.

Verordnete Workshops in Firmen zur Teamorganisation seien oft wirkungslos, sagte Denisa Schill gestern bei der Verleihung der Employer Branding Awards der Hochschule Neu-Ulm (HNU).  Sie stellte dort mit den Professoren Alexander Kracklauer und Sascha Fabian vom Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien die neueste Studie zur Attraktivität regionaler Arbeitgeber vor.

Job muss zum Leben passen

Bei der Befragung von 1105 Studenten der Hochschulen in Ulm/Neu-Ulm, der Uni sowie der Hochschule für Gestaltung zeigte sich, dass der Job zum Leben passen und Selbstverwirklichung ermöglichen muss. „Die Manager müssen sich dem Thema stellen“, sagte Schill: denn die Ruhestandswelle der Babyboomer zwischen 2020 und 2025 werde das Fachkräfteproblem noch verschärfen.

Vor diesem Hintergrund hält Kracklauer die Markenwerte der 30 umsatzstärksten Unternehmen der Region für verbesserungsfähig. Auf einer Skala von 1 bis 5 lag der Durchschnitt bei 3,04. Es gilt: Studierende, die einen Betrieb überhaupt nicht kennen, werden sich dort auch nicht bewerben.

Der diesjährige Gewinner und auch Aufsteiger des Jahres ist die Liebherr-Gruppe, auf den Plätzen zwei und drei folgen Daimler TSS und Seeberger. Als Hidden Champion, also wenig wahrnehmbarer Weltmeister, wurde Zwick Roell ausgezeichnet. Landrat Thorsten Freudenberger verlieh den Arbeitgeber-Preis für den Landkreis Neu-Ulm an Peri. Die ersten Employer Branding Manager Awards gingen an Stiefel in Burlafingen für die Marketingfigur des „Mr. Boot“ und das Hensoldt Student Camp. Der Preis wird künftig nur alle zwei Jahre verliehen und zur Nutzung durch die Preisträger in ihrer Werbung lizenziert.

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